Wer im Stadtmuseum die ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte besucht, findet hier Objekte vor, die eindimensional vermittelt werden. Also Gegenstände, Bilder und Erklärtafeln, die über den Anlass der Ausstellung informieren. Doch wie leben die Menschen in dieser Stadt?
Was verbinden sie mit ihr? Was ist ihre persönliche Stadt-Geschichte? Wie sieht ihr Alltag aus? Was erzählt ein alter Schlüssel über eine Stadt? Warum hebt jemand ein Konzertticket über Jahre auf? Was hat es mit der zerbeulten Sprühdose eigentlich auf sich?
Das herauszufinden soll über die neue digitale Plattform „Your Dresden Story“ geschehen. Oft sind es nämlich alltägliche Dinge, die Erinnerungen bewahren und Stadtgeschichte(n) sichtbar, erlebbar und vor allem persönlich machen.
So geht Beteiligung?
Jeder kann Fotos von Gegenständen oder Orten in der Stadt hochladen und die Geschichte(n) dahinter erzählen – ganz persönlich aus seiner Perspektive auf Dresden. Nach einer kurzen redaktionellen Prüfung werden die Beiträge veröffentlicht und können geteilt werden. „Wer ein Foto aus einem Familienalbum hochlädt oder eine Kindheitserinnerung aufschreibt, macht mehr als einen Klick. Er gibt etwas von sich preis – freiwillig und öffentlich. Das setzt Vertrauen voraus“, sagt Linda Karohl-Kistmacher, Digitalmanagerin der städtischen Museen. Man habe daher die Plattform so einfach wie möglich gehalten. „Wir sammeln keine unnötigen Daten. Es gibt keinen Registrierungszwang. Wir haben einen transparenten Freigabeprozess und ändern nichts ohne Rücksprache – wer mitmacht behält die Kontrolle. Und wir achten darauf, dass keine Rechte Dritter verletzt werden oder jemand in einem Beitrag einbezogen wird, der das nicht möchte.“
Beteiligung unter https://yourstory.stadtmuseum-dresden.de