Fernweh nach dem eigenen Land

Vier Musiker, eine Sehnsucht. Ziganimo verbindet die Leidenschaft für fremde Kulturen. (Foto: PR)
Vier Musiker, eine Sehnsucht. Ziganimo verbindet die Leidenschaft für fremde Kulturen. (Foto: PR)

Die Dresdner Weltmusikband Ziganimo entdeckt ihre Muttersprache. „Unter den Linden“ der Titel des neuen Albums klingt irgendwie staatsmännisch und damit äußerst ungewöhnlich für eine Band, die sonst mit viel Leidenschaft ihrer klanglichen Sehnsucht nach anderen Kulturen nachgeht. Doch nun möchten Ekkehard Floss, Guido Richarts, Robert Hennig und Daniel Nikolas Wirtz wohl endlich auch mal an ihre offensichtlichen deutschen Wurzeln – allerdings mit einem weltmusikalischen Ansatz. Wie das klingt, kann man in erhabener Kirchen-Atmosphäre überprüfen.

Wer die vor allem live überzeugende Band Ziganimo noch nicht kennt – der Namen ist ein Kunstwort aus dem ungarischen Wort „czigany“ für „fahrendes Volk“ und dem italienischen „animo“ für die männlichen Aspekte der Seele. Mit Geige, Gitarre, Mandoline, Klarinette, Akkordeon, Kontrabass und ihren Stimmen begeistern die Musiker bereits seit 2006 ihr Publikum ganz im Sinne der Musizierweise fahrender Völker. Das neue Programm „Unter der Linden“ ist übrigens von Walther von der Vogelweide inspiriert. Diverse Volkslieder wurden Ziganimo-typisch bearbeitet. Zu erleben gibt es laut Ankündigung „vertonte Lyrik aller Epochen, von tragisch bis schelmisch, von poetisch bis süffisant, von mittelhoch bis abgrundtief.“ Trotzdem soll der Mix aus süd- und osteuropäischer Folklore, argentinischem Tango und bisweilen auch Jazz, Latin oder gar Reggae aufblitzen. Man darf gespannt sein. (Tom Vörös)

Ziganimo:
CD-Release-Konzert, 21. September ab 20 Uhr in der Dreikönigskirche, Hauptsstraße 23, 01097 Dresden.

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