Bauinvestoren sollen in Dresden mehr Sozialwohnungen bauen

Foto: Jürgen-M. Schulter

Der lang gehegte Plan ist dabei, Gestalt anzunehmen. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und der Leiter des Stadtplanungsamts, Stefan Szuggat, stellten in dieser Woche das geplante „Kooperative Baulandmodell Dresden“ der Öffentlichkeit vor:

Kraftvoller Impuls für sozuialen Wohnungsbau

Bei der Aufstellung von neuen Bebauungsplänen müssen künftig 30 Prozent der Geschossfläche für Wohnen im Plangebiet als geförderter mietpreis- und belegungsgebundener Wohnungsbau – also als Sozialwohnungen – errichtet werden. Und das entsprechend der jeweils geltenden Förderrichtlinie des Freistaates Sachsen.

„Damit wollen wir für den Sozialen Wohnungsbau einen kraftvollen Impuls setzen. Die Dresdnerinnen und Dresdner erwarten von uns, dass wir für ausreichend bezahlbaren Wohnraum sorgen. Das nehmen wir ernst“, umschreibt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain seinen Ansatz. „Mit einem Anteil von 30 Prozent bewegen wir uns in einem Korridor, den viele andere bundesdeutsche Städte für sich ebenfalls gewählt haben. Einige gehen sogar höher.“

Die wachsende Stadt Dresden bringt neue, zukunftsweisende Herausforderungen mit sich, auf die Stadtentwicklung und Stadtplanung reagieren müssen. Im Fokus steht die Sicherung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum und von Räumen für die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie von Grünflächen in der sich verdichtenden und erwärmenden Stadt.

Deshalb sollten sich private Bauherren neben dem Bau von Sozialwohnungen auch am erforderlichen Bau von Kindergärten, Schulen und Spielplätzen in dem Areal beteiligen. Die neue Richtlinie des Stadtplanungsamtes sieht zudem vor, dass in den neuen Baugebieten rund sieben Quadratmeter Grünfläche je Bewohner entstehen sollen. Auch für mietgünstige Ateliers und Büros, die Freischaffende nutzen können sollen Angebote vorhanden sein.

Hohe Grundstückspreise könnten zur Hürde werden

Ob das „Kooperative Baulandmodell“ allerdings alsbald in die Praxis umgesetzt werden kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Viele Bauträger sehen es skeptisch, nicht zuletzt, weil sich in den vergangenen Jahren die Grundstückspreise fast verdoppelt haben. Weiterhin ist unklar, ob die Landesförderung für Sozialwohnungen zukünftig in der bisherigen Form noch Bestand hat.

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