Unfallzahlen in Dresden halbiert

Die Autobahn 14 am Schkeuditzer Kreuz bei Schkeuditz (Sachsen). Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
Sachsen weitet die Testkapazitäten für Reiserückkehrer aus. // Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Jetzt werden Überstunden abgebaut. Allein im Februar hat die Dresdner Polizei 1.413 davon gemacht. Es war der bisher heftigste Demo-Monat in diesem Jahr Am Monatsende standen auf dem Zettel von Polizeipräsident Jörg Kubiessa insgesamt 22.271 Überstunden. Die zusätzlich geleistete Arbeit betrifft nicht nur die Polizei in Dresden; die reichlich 2.000 Beamten der Direktion an der Schießgasse sind auch für den Landkreis Meißen und den Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge zuständig. Die Dienststellen seien „jederzeit angehalten die Überstunden zu kontrollieren und abzubauen“, teilten die Verantwortlichen der Polizei-Kommunikation im Innenministerium mit.

Nie zuvor war die Gelegenheit dafür so gut, wie jetzt. Der Grund: Die Beamten haben wegen Corona weniger zu tun. Zwar mussten sie neue Aufgaben übernehmen, kontrollieren jetzt die Einhaltung der Allgemeinverfügung, die der Freistaat erlassen hat, überwachen die Ausgangsregeln und zählen die Personen, die gemeinsam unterwegs sind. Doch das ist weniger aufwendig als die Begleitung einer Demonstration oder die berwachung eines Fußballspiels. Die Verkehrspolizei kann den Aufgabenrückgang sogar mit Zahlen belegen.

Ihr Arbeitsaufwand ist gesunken, weil weniger Autos, Motorräder und Fahrräder unterwegs sind. Durchschnittlich 22 Unfälle pro Tag registrierten die Beamten in der ergangenen Woche. Der Schnitt lag im vergangenen Jahr bei rund 42 Unfällen am Tag. Selbst die Kriminalstatistik belegt: Die Zahl der angezeigten Straftaten sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen, das gelte auch für Fälle häuslicher Gewalt, teilte das Innenministerium mit.

SZ

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