Abtauchen in der Krise

Werden die Hygienevorgaben eingehalten, steht dem Badespaß nichts im Wege. // Foto: Adrian Leyser

Wie fühlt es sich an, in Corona-Zeiten ins Freibad zu gehen? Wir haben es getestet.

Was gibt es Schöneres, als bei schweißtreibender Hitze ins kühle Wasser einzutauchen? Die Freibäder in Dresden begrüßen jährlich rund 500.000 Besucher. Dieses Jahr wird die Zahl, aufgrund der Corona-Pandemie, wohl deutlich darunterliegen, allerdings gibt es Hoffnung. Die Bäder haben seit einigen Wochen wieder geöffnet – und ich habe die Chance genutzt.

Zugegebenermaßen war es ein komisches Gefühl, als ich mit meinem Bruder vor dem Kassenhäuschen im Hebbelbad in Dresden-Cotta stand. Die Mund- und Nasenbedeckung hatte ich sicherheitshalber schon mal in der Hand, und am Kassenhäuschen sah ich dann schon das große unübersehbare Schild, das mich aufforderte, diesen zu tragen. Das Tragen der Mund- und Nasenbedeckung ist Teil der Hygienemaßnahmen, die die Freibadsaison überhaupt ermöglichen. Am Ende aber alles halb so wild, denn als wir das Bad betraten, durften wir den Mundschutz gleich wieder abnehmen. Silke Hoppe, Pressesprecherin der Dresdner Bäder GmbH, erklärte, dass der Mund- und Nasenschutz nur im Kassen-, Umkleide und Sanitärbereich getragen werden muss. Auf den Liegewiesen und im Wasser gilt lediglich der Abstand von anderthalb Metern.

Im Wasser fühlte es sich derweil an, wie immer. Auch die Rutschen und der Sprungturm waren geöffnet, und natürlich mussten wir diese ausprobieren. Mit Abstand, aber dafür doppelt so viel Tempo schossen wir die Rutsche hinunter. Als wir beim Ballwerfen im Wasser den Abstand von anderthalb Metern mal nicht einhielten, wurden wir vom Badepersonal freundlich darauf hingewiesen. Nun spielten wir den Ball dann eben aus zwei Metern Entfernung hin und her.

Zum Abschluss gab es am Kiosk noch ein Eis, und für uns endete ein sehr schöner und fast normaler Tag im Bad. Am Ausgang noch schnell den Mundschutz aus der Tasche gekramt, denn im Bad hatten wir tatsächlich kurz vergessen, dass es ja eigentlich Maßnahmen gegen Corona gibt. Der nächste Freibadbesuch lässt definitiv nicht lange auf sich warten.

Mehr Infos zu Öffnungszeiten und aktuellen Hygienemaßnahmen finden Sie unter: www.dresdner-baeder.de

ADRIAN LEYSER

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