Testpflicht für Schulen wird verschoben

So startet Sachsen ins neue Schuljahr
Am 6. September startet Sachsens Schüler ins neue Jahr. // Foto: Pixabay

Um die geplante Öffnung weiterer Schulen am Montag gibt es derzeit Diskussionen. Die Lehrergewerkschaft GEW forderte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer auf, den Plan zu stoppen. Sonst würden in ganz Sachsen Zustände drohen, wie wir sie gerade im Vogtland erleben, so die GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse.

Der Freistaat hatte zu Unterrichtsbeginn eine Testpflicht für alle Schüler geplant. Die wird es aber nicht geben, weil nicht ausreichend Selbsttests vorhanden sind. Stattdessen sollen vorerst freiwillige Antigen-Schnelltests angeboten werden. Diese Schnelltests sind erst ab Klasse 7 zulässig. Das Zutrittsverbot ohne negativen Test gelte erst, wenn genügend Selbsttests zur Verfügung stünden, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums am Donnerstag.

„Die verpflichtenden Tests waren die Voraussetzung für die Öffnung der weiterführenden Schulen“, wettert die GEW-Vorsitzende Uschi Kruse. „Nun erleben wir erneut, wie einst getroffene Entscheidungen an der Realität scheitern und dann keine Konsequenzen daraus gezogen werden. Ab dem 15. März werden unbemerkt Infektionen in die Schulen eingetragen.“

Die GEW-Vorsitzende stellt klare Forderungen an den Freistaat: „Die geordnete Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts vor Ostern ist gescheitert. Entweder das Kultusministerium stolpert von einem gescheiterten Hoffnungsplan zum nächsten und experimentiert weiter auf dem Rücken der Schulen oder es werden ab sofort klare Voraussetzungen benannt, an die man sich auch hält.”

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