Sie hören noch von meinem Anwalt!

Quelle: Sora Shimazaki

Das 21. Jahrhundert ist von Innovationen, Technologie und Digitalisierung geprägt. Vor allem das Internet hat sich mittlerweile zu unserem täglichen Begleiter entwickelt und wird für sämtliche Anleihen verwendet. Während die Kunden früher vor allem informationsgetriebene Suchanfragen starteten, kommen mittlerweile vermehrt transaktionale Suchen zum Einsatz. Es werden Webshops und Unternehmen ausfindig gemacht, aber auch die Beauftragung von Dienstleistern wie Anwälte steht hoch im Kurs. Bei der virtuellen Recherche nach einem Rechtsbeistand gibt es so einige Fallstricke, die es zu beachten gilt.

Worauf man bei der Auswahl seines Rechtsbeistandes achten sollte

Im Jahr 2020 wurden 165.900 zugelassen Anwälte in Deutschland registriert. Bei einem so umfassenden Angebot fällt die Auswahl eher schwer. In der Regel wird ein Rechtsbeistand erst kontaktiert, wenn eine Klage bevorsteht. Das heißt, wenn es zu einem Unfall gekommen ist, ein Sachschaden vorliegt oder ein Streitfall geregelt werden soll. Oftmals ist schnelles Handeln nötig, weswegen sich die Mandanten schnell auf einen Anwalt einlassen. Doch die Wahl sollte nicht vorschnell getroffen werden. Schließlich kann der passende Rechtsbeistand den Verlauf des Gerichtsverfahrens stark beeinflussen.

Nicht jeder gute Anwalt ist auch der Richtige

Es zeigt sich, dass die Klienten viel Wert auf Mundpropaganda legen. Es wird sich auf die Erfahrung von Freunden und Verwandten verlassen, um rechtliche Unterstützung zu finden. An sich ist gegen diese Vorgehensweise nichts einzuwenden, dennoch muss der Anwalt, der Ihrem Bekannten geholfen hat, nicht unbedingt der richtige Rechtsvertreter für Ihren Fall sein.

Anwaltsportal mit großer Datenbank

Anstatt blind der Einschätzung des Freundes zu vertrauen, kann man sich auf einem digitalen Anwaltsportal zunächst informieren. In erster Linie wurden diese Plattformen errichtet, um Anwälten bei der Mandantengewinnung zu helfen. Doch auch für den Mandanten selbst ergeben sich große Vorteile. So besitzen diese Webseiten umfassende Datenbanken, die einen Großteil der aktiven Rechtsanwälte fasst. Infolgedessen können Informationen wie Qualifikationen, Erfahrungen, Bewertungen etc. leicht abgerufen werden, um einen ersten Eindruck zu erhalten.

Um welches Rechtsgebiet handelt es sich?

Es empfiehlt sich ebenfalls, ein verschärftes Augenmerk auf die Spezialisierung des Anwalts zu legen. Denn während jeder Rechtsanwalt die benötigten Staatsexamina vorweisen kann, verfügen Fachanwälte zusätzlich noch über eine spezialisierte Anwaltsausbildung. In Zuge dessen muss eine Prüfung absolviert werden und praktische Erfahrungen auf dem ausgewählten Gebiet vorhanden sein. Dadurch können Mandanten sicherstellen, dass der gewünschte Anwalt die benötigte Expertise für den eigenen Rechtsfall besitzt. Folgende Fachgebiete sind möglich:

Sympathie ist ein wichtiger Faktor bei der Rechtsanwaltssuche

Ein Gerichtsprozess kann sich über mehrere Wochen, Monate, wenn nicht sogar Jahre erstrecken. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass Sie einen Anwalt auswählen, dem Sie Sympathie entgegenbringen. Denn wenn die Chemie zwischen Rechtsbeistand und Mandant stimmt, wird sich der Rechtsbeistand mit mehr Einsatz und Herzblut an die Lösung Ihrer rechtlichen Probleme wagen.

Die Website einer Kanzlei sollte mehr sein als eine Visitenkarte

Die Website ist heutzutage das Aushängeschild von Unternehmen und Dienstleistern. Anhand des Aufbaus, der Struktur, dem Design und den Content ist es Kunden möglich, Rückschlüsse über die Professionalität eines Anbieters zu treffen. Sie sollten durch die Homepage in der Lage sein, Antworten auf dringende rechtliche Fragen zu haben. Dabei ist es wichtig, dass die Inhalte für Laien aufbereitet sind und nicht im fachsprachlichen Kauderwelsch verfasst wurden. Durch die Website sollte sich ein echter Mehrwert für Sie ergeben. Mittels der Homepage sollten es in der Regel auch möglich sein, die Kompetenzen und Praxiserfahrung des Anwalts einzuschätzen.

Vergessen Sie nicht, dass Sie nicht gezwungen sind, einen Anwalt zu kontaktieren. Erweckt die Website einen wenig vertrauensvollen Eindruck und liefert kaum Informationen, können Sie sich schnell und einfach an einen anderen Rechtsbeistand wenden. Zudem bieten die Anwälte häufig eine kostenlose Erstkonsultation an. Hören Sie auf Ihren Verstand und Ihr Bauchgefühl, um abschätzen zu können, ob der Anwalt der richtige Partner an Ihrer Seite ist.

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