Marius Winzeler wird neuer Direktor des Grünen Gewölbes

grünes Gewölbe - Einbruch 2019
Aus den angeblich gepanzerten Vitrinen im Juwelenzimmer des Grünen Gewölbes wurden im November Teile des sächsischen Staatsschatzes entwendet. // Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Marius Winzeler folgt am 1. Oktober auf Dirk Syndram als Direktor des Grünen Gewölbes sowie der Rüstkammer an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das hat das sächsische Kabinett am Dienstag beschlossen.

„Ich freue mich, dass wir mit Marius Winzeler einen national wie international vernetzten Fachmann für ein Herzstück der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Leben im Residenzschloss gewonnen haben“, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU). Der 50-Jährige folgt am 1. Oktober auf Dirk Syndram, der Ende August nach 28 Jahren aus dem Dienst des Freistaates Sachsen ausscheidet.

Er sei mit Dresden und seinen Sammlungen seit 1986 eng verbunden, sagte der Schweizer Winzeler. 1992 habe er als Praktikant bei der Denkmalpflege für das Grüne Gewölbe gearbeitet. „Nun selber als Direktor dieser weltberühmten zwei Sammlungen, des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, tätig sein zu dürfen und an der weiteren Vollendung des Residenzschlosses als Vermittlungs- und Erlebnisort für alle Generationen mitzuwirken, erfüllt mich mit großer Freude und mit Respekt.“

Winzeler war von 2001 bis 2008 im Kulturhistorischen Museum in Görlitz tätig, von 2008 bis 2015 arbeitete er als Direktor des Städtischen Museums Zittau. Im Jahr 2016 übernahm er die Leitung der Sammlung Alter Kunst an der Nationalgalerie Prag.

Im November 2019 hatte der Juwelendiebstahl im Historischen Grünen Gewölbe die Kunstwelt erschüttert. Zwei Männer waren in das berühmte sächsische Schatzkammermuseum im Residenzschloss eingedrungen, hatten mit einer Axt Löcher in eine Vitrine geschlagen und darin befestigte Juwelen herausgerissen. Von den etwa einem Dutzend Schmuckstücken aus Diamanten und Brillanten des 17. und 18. Jahrhunderts fehlt seitdem jede Spur. Die Tatverdächtigen konnte die Polizei aber fassen.

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