Ein Licht geht um die Welt

Ein Licht geht um die Welt
Am Sonntag werden weltweit Kerzen für verstorbene Kinder angezündet. // Foto: Pixabay

In jedem Jahr am 2. Sonntag im Dezember findet der Weltgedenktag für verstorbene Kinder statt.

Ein Kind zu verlieren gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen des Lebens. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland rund 20.000 Kinder und junge Erwachsene und unzählige Kinder vor oder während der Geburt. Überall bleiben trauernde Familien und Freunde zurück. Um mit der Trauer nicht alleine zu sein wird einmal im Jahr weltweit der verstorbenen Kinder gedacht – mit einen noch relativ jungen Gedenktag, den nicht so viele Menschen kennen: dem Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Das Besondere an diesem Tag ist ein tröstliches Trauerritual, das Worldwide Candle Lighting (das weltweite Kerzenleuchten). Für alle verstorbenen Kinder wird eine Kerze angezündet mit dem Gedanken, ihr Licht möge für immer scheinen.

Die Idee kommt von den „Compassionate Friends“ in den USA, einer Vereinigung von verwaisten Eltern und Geschwistern. Die Initiative wurde 1997 ins Leben gerufen und hat sich schnell als Weltgedenktag etabliert. Jedes Jahr am zweiten Sonntag E im Dezember stellen Betroffene rund um die ganze Welt um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. So entsteht das Bild eines Lichterbandes, das alle miteinander verbindet.

„Jedes Licht steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander. Es wärmt ein wenig das kalt gewordene Leben und wird sich ausbreiten, wie es ein erster Sonnenstrahl am Morgen tut.“

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