Dresden stellt Hotelzimmer für Flüchtlinge aus der Ukraine zur Verfügung

Am vergangenen Donnerstag versammelten sich Tausende Dresdner, um für Solidarität mit der Ukraine zu demonstrieren. Die Stadt bereitet sich auf die Folgen des Kriegs vor. Auch die Dresdner Hotels wollen helfen // Foto: René Meinig

Um den in Dresden ankommenden Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen, haben sich die Hotels der Dresdner Hotelallianz für eine ganz besondere Hilfsaktion entschieden.

Die Dresdner Hotelallianz wird kurzfristig Hotelzimmer für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Eine entsprechend vom Tourismusverband Dresden e. V., der Dresden Marketing GmbH (DMG) und der Stadt Dresden koordinierte und noch weiterlaufende Abfrage unter den Hotels hat bereits jetzt und innerhalb kürzester Zeit Zimmerangebote ermittelt. Bereits über 300 Zimmer kann die Branche zur Verfügung stellen, wenn der Bedarf vorhanden ist.

Florian Leisentritt, Vorsitzender der Dresdner Hotelallianz, dazu: „Und wieder zeigt eine extrem gebeutelte Branche ein großes Herz: wie selbstverständlich sind binnen weniger Stunden eine beachtliche Zahl an Hilfsangeboten eingegangen.“ Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden e. V. erklärt: „Unsere Branche hat in der schweren Zeit der Corona-Pandemie sehr viel Solidarität der Allgemeinheit erfahren. Von dieser Solidarität möchten wir ein Stück zurückgeben und denen helfen, die jetzt unverschuldet in dieser schrecklichen Lage sind.“

„Wir erleben in diesen Tagen eine unglaubliche Welle der Unterstützung und der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Dafür gilt allen Dresdnerinnen und Dresdnern mein herzlicher Dank“, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Dass die Tourismusbranche uns dieses Angebot unterbreitet, zeigt wie wir in dieser Stadt zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Auch wenn bisher nur verhältnismäßig wenige Menschen aus der Ukraine in Sachsen angekommen sind, so kann sich dies täglich ändern. Auch Dank der Dresdner Hotels sind wir vorbereitet!“

Die DMG, Dresdens offizielle Dachmarketingorganisation, unterstützt die Aktion. „Es ist ein wichtiges Zeichen, das speziell die Tourismusbranche gerade sendet. Wir alle würden uns sehr freuen, wenn wir damit viele andere Unternehmen, Institutionen und letztlich auch jeden Einzelnen zur Hilfe animieren können. Jede Hand, die wir aktuell ausstrecken, kann helfen“, sagt Corinne Miseer, Geschäftsführerin der DMG.

Die Hotels stellen die Zimmer zu einem Selbstkostenpreis zur Verfügung, d.h. weit unter dem tatsächlichen Wert. Eine entsprechende Vereinbarung mit der Stadt ist dazu derzeit in Arbeit.

Unter dresden.de/ukraine-hilfe sind erste Informationen, FAQ´s und Links zum Thema Hilfe für die Ukraine unter zu finden. Diese Seite wird stetig aktualisiert. Für weitere  Angebote und Fragen wurde die E-Mail-Adresse ukraine-hilfe@dresden.de eingerichtet.

Einen Überblick über aktuell laufende Spendenaktionen finden Sie hier.

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