ADFC startet Petition für Radwege auf der Gostritzer Straße

Gostritzer Straße
Foto: ADFC Dresden

2024 soll die Sanierung der Gostritzer Straße starten. Der ADFC kritisiert die in den Entwurfsplanungen fehlenden Radwege und startet deshalb eine Online-Petition.

Die Gostritzer Straße durch Dresden Leubnitz-Neuostra und Dresden-Mockritz ist durch ihren geringen Anstieg – ihre Steigung beträgt nur ein bis drei Prozent – die mit Abstand komfortabelste Möglichkeit, mit dem Fahrrad die höher gelegenen Stadtteile in Dresdens Süden zu erreichen. Nicht umsonst ist die Straße auch im Radverkehrskonzept als Hauptroute vorgesehen. Doch die Straße ist verschlissen und dringend sanierungsbedürftig. Insbesondere die Busse der DVB leiden darunter. Und so plant die Stadt schon seit 2014 an der grundhaften Sanierung der Straße. Die Vorplanungen wurden bereits 2016 abgeschlossen. Ab Ende 2024 soll endlich gebaut werden. Aktuell ist ein Planungsbüro mit den Entwurfsplanungen beauftragt. Problem dabei: Radwege fehlen in den Plänen völlig, obwohl sie im Radverkehrskonzept als „Sowieso-Maßnahme“ stehen.

Vor diesem Hintergrund hat der ADFC Dresden nun eine Online-Petition für die Schaffung von Radwegen auf der Gostritzer Straße gestartet. Bis zum 7. Dezember können die Dresdnerinnen und Dresdner die Petition mitzeichnen.

„Die Gostritzer Straße ist ein wichtige Route für den Radverkehr und die DVB.“, berichtet Nils Larsen vom Vorstand des ADFC Dresden. „Dass die Straße dringend saniert werden muss, weiß jeder in Leubnitz-Neuostra und Mockritz. Umso unverständlicher ist es für uns, dass die Stadt angesichts des wachsenden Radverkehrs die alten Pläne von 2016 entgegen dem Radverkehrskonzept fast unverändert umsetzen will, ganz ohne Radwege. Deshalb haben wir die Online-Petition gestartet. Wir sind überzeugt dass viele Bewohner*nnen von Mockritz, Leubnitz-Neuostra, Gostritz und darüber hinaus sich für die Schaffung von Radwegen aussprechen werden.“

Eine Verzögerung des Zeitplanes zur Sanierung der Gostritzer Straße, befürchtet der ADFC nicht. „Wir sind davon überzeugt, dass das Einfügen von beidseitigen Radwegen in die Planungen keine Zeitverzögerung mit sich bringt. Die nötigen Anpassungen der Pläne sind nicht so umfangreich“, so Nils Larsen. „Gerade jetzt in der Phase der Entwurfsplanung ist Zeit dafür.“ Erleichtert wird die Schaffung von Radwegen durch die Tatsache, dass der Parkdruck rund um die Gostritzer Straße dank ausreichend Parkraum in den Nebenstraßen und auf den Grundstücken nicht so groß ist.

Die Gostritzer Straße verbindet wichtige Ziele des Stadtviertels, wie das Freibad Mockritz und die 47. Grundschule mit dem Wohngebiet und ist darüber hinaus für Mockritz und Gostritz die wichtigste Route in die Innenstadt und auch für den überregionalen Radverkehr Richtung Bannewitz und Dippoldiswalde bedeutsam. Nicht nur durch die schlechte Oberfläche, sondern auch wegen des dichten Bus- und Autoverkehrs meiden viele Radfahrende die Straße bisher, da sie als unsicher empfunden wird. „Ordentliche Radwege in Form von Radfahrstreifen sind nicht nur ein Gebot der Verkehrssicherheit, sondern sie würden zudem dafür sorgen, dass die Busse der DVB – immerhin bis zu neun Busse pro Stunde und Richtung – nicht durch Radfahrer*innen auf der gleichen Spur behindert werden“, bekräftigt Larsen. „Würde wie jetzt geplant gebaut, wurden die Linienbusse durch den Radverkehr ausgebremst.“


Die Petition können Sie unter openpetition.de/gostritzer-strasse mitzeichnen.

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