Entspannt verreisen und „mit Sicherheit“ auch entspannt bleiben

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Ein Urlaub ist Entspannung pur, wir lassen die Seele auch mal baumeln oder lassen uns vom Wind übers Wasser tragen, laden ganz allmählich mal wieder die Akkus auf. Doch mal ehrlich, will man wirklich mal total loslassen, muss man vorher dafür kräftig zupacken. Auch die Sicherheit zu wissen, zuhause ist alles okay und im Ernstfall hat man doch bestimmt irgend eine Versicherung, die dafür aufkommen wird.

Der Plan zur totalen Entspannung

1. Präsenz vortäuschen und die lieben Nachbarn mit einbeziehen

Eine vertraute Person sollte während der Abwesenheit regelmäßig mal nach dem Rechten sehen. Dazu zählt auch das Leeren des Briefkastens, denn überquellende Briefkästen sind ein klares Zeichen für Kriminelle. Installation einiger Zeitschaltuhren für diverse Lichtquellen in der Wohnung, lassen das Haus bewohnt erscheinen. Hinweise auf die eigene Abwesenheit, insbesondere in sozialen Netzwerken, sollte man möglichst vermeiden. Ein öffentlicher Beitrag, der auf einen längeren Urlaub hinweist, ist für Einbrechern eine Einladung, mal vorbeizuschauen. Wenn man von seinem Urlaub berichten will, sollte man dies erst im Nachgang machen. Zur Erhöhung der Sicherheit kann man beispielsweise zusätzlich noch einige Bewegungsmelder im Außenbereich des Hauses platzieren, auch gut erkennbare Sicherheitstürschlösser sowie Verriegelungen, schrecken Diebe ab und erschweren zumindest einen unbefugten Zutritt extrem. Empfehlenswert ist im Übrigen vor Antritt der Reise, das Wasser am Hauptanschluss abzudrehen, um auch Leitungswasserschäden, speziell in den kalten Monaten, zu vermeiden. Für das Worst-Case-Szenraio der unbekannten Art, sollte man möglichst von vorn herein darauf achten, dass die eigene Hausratversicherung, neben dem klassischen Einbruchschutz, auch das Eigentum unterwegs mit einbezieht, sodass das Reisegepäck und sämtliche potenzielle Risiken, während des Aufenthalts fernab von Zuhause, zugleich abgesichert sind. Kommt es also in dieser Zeit zu einem Einbruch, Einbruchdiebstahl oder einem Wasserschaden, ersetzt die Hausratversicherung den entstandenen Schaden, wie Möbel, technische Geräte, Kleidung, Bargeld sowie Wertgegenstände, in der Regel anstandslos.

2. Vorsicht im Umgang mit digitalen Diensten

Öffentliche WLAN-Netze in Hotels, Flughäfen oder Cafés, wenn möglich vermeiden. Diese sind häufig unverschlüsselt und ermöglichen es Dritten, sensible Daten abzufangen. Eine sichere Alternative ist die Nutzung eines VPN-Dienstes oder mobiler Datenverbindungen. Auch das heimische WLAN sollte für die Dauer der Reise abgesichert werden. Es empfiehlt sich, den Fernzugriff auf den Router zu deaktivieren und keine externen Zugriffe von unterwegs zuzulassen. Offene Ports oder unsichere Fernzugriffsverbindungen eröffnen Cyberkriminellen Möglichkeiten, auf das Netzwerk zuzugreifen.

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3. Fahrräder und Gepäck sichern

Fahrräder gehören für viele Reisende heute mit zur Urlaubsausstattung. Hochwertige Schlösser mit geprüfter Sicherheitsstufe erschweren Diebstahlversuche erheblich. Das Fahrrad sollte stets an festen Objekten angeschlossen werden, auch bei kurzen Stopps. In Hotelanlagen oder auf Campingplätzen ist ein Abstellen in abschließbaren Räumen vorzuziehen. Sinnvoll ist auch hier ein Versicherungsschutz besonders dann, wenn das Fahrrad außerhalb der eigenen vier Wände, etwa an Bahnhöfen, Campingplätzen oder Hotels, abgestellt wird. Eine eigenständige Fahrradversicherung oder, wie schon erwähnt, eine erweiterte Hausratversicherung, bieten Schutz bei Diebstahl, Vandalismus oder Beschädigung. Wertgegenstände und wichtige Dokumente sollten immer im Handgepäck mitgeführt werden. An Bahnhöfen, Flughäfen oder in Zügen empfiehlt sich die dauerhafte Beaufsichtigung des Gepäcks. Sicherheitsgurte oder Kofferschlösser bieten zusätzlichen Schutz.

4. Gesundheitliche Vorsorge nicht vergessen

Bei einem vorgelagerten Arztbesuch kann noch geklärt werden, ob Impfungen wie beispielsweise gegen Gelbfieber oder Malaria sinnvoll wären. Das Auswärtige Amt und die Krankenkassen stellen permanent aktuelle Empfehlungen für verschiedene Reiseziele bereit. Eine Auslandskrankenversicherung ist oft sehr günstig zu haben und deckt alle medizinischen Notfälle im Ausland ab und übernimmt im schlimmsten Fall auch Rücktransporte, die über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen, ab. Die Website tropeninstitut.de zeigt durch eine interaktive Karte für 350 Länder auf, welche Schutzimpfungen für welches Land sinnvoll wären. Zudem stellt die Seite viele Informationen zu Besonderheiten in Bezug auf Reisepass und andere Dokumente bereit.

5. Wichtige Technik immer griffbereit

Eine Powerbank gehört in jedes Reisegepäck. Sie sorgt dafür, dass Smartphone oder Tablet auch unterwegs betriebsbereit bleiben. So bleibt der Zugriff auf digitale Reiseunterlagen, Versicherungsnachweise oder Übersetzungs-Apps jederzeit gewährleistet.

6. Schäden unterwegs vermeiden

In Hotelzimmern oder Ferienwohnungen sollte auf Wertgegenstände besonders geachtet werden. Diese gehören in einen abschließbaren Safe oder bleiben idealerweise im Handgepäck. Der Zugang durch Zimmerservice oder Reinigungspersonal erhöht das Risiko unbeaufsichtigter Zeiten. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei der Ankunft Fotos vom Zustand der Unterkunft zu machen. Das schützt vor unberechtigten Forderungen bei der Abreise.

Ab in den Urlaub!

Wenn man die angeführten Punkte so oder ähnlich umgesetzt hat, kann man sich auf Reisen dann wirklich zurücklehnen und die Urlaubszeit in vollen Zügen genießen. Nichts kann zuhause anbrennen, man ist gewappnet gegen unvorhersehbare Einschläge unterwegs und Spitzbuben hat man es so schwer gemacht, einem tatsächlich Schaden zuzufügen, dass sich die Wahrscheinlichkeit, dass etwas gestohlen werden könnte, gegen Null geht. Na dann, ab in den Urlaub und Leinen los!