Insgesamt 47 Millionen Euro stehen 2026 für die städtischen Hochbauprojekte in Dresden bereit.
Neubau, Sanierung, Nachhaltigkeit und bedarfsgerechte Weiterentwicklung – bei den Gebäuden, die der Stadtverwaltung gehören, gibt es immer etwas zu tun. In diesem Jahr sind für Hochbauprojekte im städtischen Haushalt 47 Millionen Euro eingeplant.
Welche Bauarbeiten werden beendet?
Mit dem Kulturzentrum Scheune an der Alaunstraße und dem Stadtteilhaus Johannstadt auf der Pfeifferhannsstraß öffnen in diesem Jahr zwei wichtige Gebäude für das soziale und kulturelle Leben. Die „Scheune“ wird seit Oktober 2022 komplett umgebaut und erweitert, im August sollen die Arbeiten endlich beendet sein. 9,5 Millionen Euro stecken dann in diesem Bauvorhaben. Dafür ist die Scheune dann barrierefrei, hat einen größeren Saal, moderne Räume, eine begrünte Fassade, Photovoltaik auf dem Dach und einen neuen Hof. Der Scheune-Vorplatz wurde bereits 2016 erneuert.
Das Stadtteilhaus Johannstadt ist ein kompletter Neubau, der am 12. Juni eingeweiht werden soll. Hier gibt es dann Veranstaltungsräume, ein Café, Tanzräume, viele Werkstätten und Kreativräumen, Büros, Beratungs- und Begegnungsräume sowie eine Dachterrasse mit Pergola. Mieter werden der Johannstädter Kulturtreff, der Ausländerrat Dresden, der Kindertreff „JoJo“, der Stadtteilverein Johannstadt und die Lebenshilfe Dresden sein. Der Neubau begann im Februar 2023, die Gesamtkosten liegen bei 10,45 Millionen, mitfinanziert über Städtebaufördermittel „Soziale Stadt“.
Nach fast fünfjähriger Bauzeit inklusive Bauunterbrechung von Oktober 2023 bis Mai 2025 wegen fehlende Finanzierung) soll die Instandsetzung des Rathauses Cotta im Oktober dieses Jahres endlich abgeschlossen sein. Für 6,9 Millionen Euro wurden Brandschutzanlagen erneuert, ein zweiter Rettungsweg geschaffen, ein behindertengerechter Aufzug eingebaut und der Ratssaal modernisiert.
Auf dem Gelände der ehemaligen Staatsoperette Leuben laufen die Abrissarbeiten voraussichtlich bis Ende April,, danach werden bis Juni die Hohlräume verfüllt. Parallel bereitet die Stadt eine Konzeptausschreibung vor, die im Sommer dem Stadtrat vorgelegt werden soll. Geplant sind unter anderem ein Stadtteilhaus, neuer Wohnraum und Funktionsgebäude für die benachbarte Sportanlage.
Wo wird weitergebaut?
Am Römischen Bad läuft derzeit der erste Bauabschnitt, der Abdichtungs- und Natursteinarbeiten sowie die Wiederherstellung des westlichen Portikus umfasst. Der soll voraussichtlich bis Herbst 2027 fertig werden. Für den zweiten Bauabschnitt, die Instandsetzung der Brunnenanlage, wirbt die Stadt weiterhin um Spenden. Dazu sind auch in diesem Jahr wieder Konzerte und andere Veranstaltungen vor Ort geplant.
In diesem Jahr sollen zudem die Sanierungen des Gesundheitszentrums Bautzner Straße 125 beendet sein.
Noch bis Dezember 2029 wird die Komplexsanierung am Neuen Rathaus Dr. Külz-Ring dauern. Dabei werden die Hoffassaden mit den Innenhöfen und der Lichthof saniert sowie Brandschutzmängel beseitigt. Dieser Bauabschnitt kostet 74,5 Millionen Euro.
Ausblick auf bevorstehende Projekte
Ab Januar 2027 starten mit dem Abbruch des Hofkellers (bis August) umfangreiche Arbeiten an den Technischen Sammlungen. Für 13,8 Millionen Euro wird das Gebäude bis Dezember 2029 energetisch und denkmalgerecht instandgesetzt. Auch der Innenhof wird neu gestaltet, hier entsteht ein Garten der Wissenschaften.
Das Stadtarchiv auf der Elisabeth-Boer-Straße soll im kommenden Jahr eine klimatechnische, brandschutztechnische und sicherheitskonzeptionelle Modernisierung bekommen und außerdem einen Anbau für weitere Archivflächen. Derzeit laufen dafür die Planungsarbeiten, gebaut werden soll 2027/28, die Kosten sind mit 8,5 Millionen Euro beziffert.
Das Carl-Maria-von-Weber-Museum (Dresdner Straße 44) sollte eigentlich längst modernisiert sein, denn in diesem Jahr stehen mit dem 240. Geburtstag und dem 200. Todestag des Komponisten gleich zwei Gedenktage an. Doch weil die Planungen aufwendiger sind als gedacht, verschiebt sich die umfangreiche Instandsetzung seines einstigen Sommerhauses auf Mitte 2027. In diesem Jahr wird aufgrund der Dringlichkeit jedoch die Dachsanierung vorgezogen. Insgesamt fließen 3,8 Millionen in dieses Bauvorhaben.,
Zwei Millionen Euro stehen dieses Jahr für den Bau neuer öffentlicher Toiletten bereit. Mit dem Geld werden demnächst neue Container am Albertplatz und an der Ritterstraße in Betrieb gehen. Weitere neu geplante Standorte sind am Wasaplatz, Amalie-Dietrich-Platz, Parkplatz Ammonstraße, Ullersdorfer Platz und Toeplerpark. Erneuert werden folgende Toiletten: Pirnaischer Platz, Wallstraße (Richtung Postplatz), Prager Straße 4, Trachenberger Platz und Sachsenplatz.