Die erste Waldinsel Dresdens entsteht bereits auf einer rund 7.000 Quadratmeter großen Fläche zwischen Ammonstraße und Budapester Straße. Doch anders als bei einer klassischen Neuanlegung eines Waldes werden hier auf einer bereits vorhandenen Grünfläche neben klimaangepassten Bäumen wie Eichen, Linden und Hainbuchen auch Sträucher wie Weißdorn oder Holunder, sowie Stauden und Blühpflanzen wachsen.
„Waldinseln wie das Pilotprojekt an der Ammonstraße zeigen auf, wie wir Dresden klimafest machen können. Sie sind kleine Oasen gegen die Sommerhitze, verbessern die Luftqualität und schaffen neue Lebensräume für die Biodiversität mitten in der Stadt“, freut sich Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen.
Arlett Wilhelm ist die Initiatorin des Projekts „Mein Baum – Mein Dresden 2.0 – Waldinseln“. Die Projektgruppe ist inzwischen auf mehr als 40 Personen angewachsen, darunter Fachleute aus Forstwissenschaften, Biologie, Gartenbau und Landschaftsarchitektur sowie Studierende und Menschen, die sich für Natur und Bäume engagieren. „Mit den Waldinseln wollen wir zeigen, dass auch auf kleinen Flächen mitten in der Stadt wertvolle grüne Oasen entstehen können, die deutlich resilienter sind als eine Einzelbaumpflanzung. Die Waldinsel an der Ammonstraße ist unser Pilotprojekt – wenn es hier klappt, wollen wir in jedem Stadtteil Dresdens eine solche Insel schaffen.“
Finanziert wird das neue Grün über eine Crowdfunding-Kampagne, die Stadt stellt die zu bepflanzenden Inselflächen zur Verfügung. Weitere Waldinseln sind unter anderem an der Bergstraße und im Umfeld des Universitätsklinikums in Vorbereitung. Auch ein sogenannter Tiny Food Forest am Alberthafen wird derzeit angepflanzt.