Nachtcafé-Saison endet in Dresden: Nachfrage konstant

Ein obdachloser Mann hält eine Tasse. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv
Ein obdachloser Mann hält eine Tasse. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

„Dresden (dpa/sn) – Obdachlose in Dresden müssen bei der Suche nach einem Nachtquartier fortan wieder allein klarkommen. In der Nacht zum Samstag endet in der sächsischen Landeshauptstadt das Angebot der Nachtcafés, wie die Evangelische Kirche am Freitag mitteilte. In dieser Saison nahmen jede Nacht im Schnitt jeweils 10 und 15 Menschen die Offerte der verschiedenen Kirchgemeinden an. Damit ist die Nachfrage konstant. Als es im Januar besonders kalt wurde, stieg die Zahl der Bedürftigen auf bis zu 25 Besucher. «Das ist zugleich die Obergrenze dessen, was ein Nachtcafé logistisch mit den Helfern stemmen kann», hieß es.

In den Nachtcafés bekommen Obdachlose nicht nur eine Schlafstätte, sondern auch ein warmes Abendessen, ein Frühstück und die Möglichkeit, sich zu duschen und Sachen zu waschen. Kleiderspenden sorgen dafür, dass sich Betroffene auch mit Kleidung eindecken können. Die nächste Nachtcafé-Saison beginnt am 1. November. Dafür wird noch dringend eine Kirchgemeinde gesucht.

In dieser Saison war die Heilsarmee in Dresden aus dem Projekt ausgestiegen. Die Organisatoren mahnen zudem an, dass es auch außerhalb der Saison ein warmes Essen für Bedürftige in Dresden geben sollte. Man sei in Kontakt mit kirchlichen Einrichtungen und Trägern der Stadt, hieß es.“

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