Aktueller Glücksatlas besagt: Sachsen sind weniger zufrieden

Wie glücklich sind die Sachsen? Der aktuelle Glücksatlas verrät es. (Foto: Pixabay)
Wie glücklich sind die Sachsen? Der aktuelle Glücksatlas verrät es. (Foto: Pixabay)

Wie glücklich sind wir Sachsen mit unseren Lebensumständen im Land? Dieser und anderen Fragen ging jetzt eine aktuelle repräsentative Studie nach und kommt zu dem Schluss, dass die Sachsen mit ihrem Leben im bundesweiten Durchschnitt weniger zufrieden sind als die Bürger anderswo. Eine am gestrigen Donnerstag in Hamburg veröffentlichte Erhebung verzeichnete demnach auch einen Rückgang der empfundenen Lebenszufriedenheit im Freistaat. Unter bundesweit 19 Regionen ist Sachsen sogar noch von Platz 16 auf den 17. gerutscht.
Trotzdem stellten die Wissenschaftler um den Freiburger Ökonomen Bernd Raffelhüschen in dem sogenannten Glücksatlas, der von der Deutschen Post herausgegeben wurde, insgesamt einen hohen Wert bei der Lebenszufriedenheit in ganz Deutschland fest. Auf einer Skala von 1 bis 10 lag das bundesweite Mittel bei 7,05 Punkten – der Freistaat Sachsen rangiert mit 6,91 eben noch leicht darunter.

Für die Erstellung der Studie hat das Allensbacher Institut für Demoskopie im Auftrag der Wissenschaftler zwischen März und Juni diesen Jahres 5.100 Menschen in Deutschland die Frage gestellt, wie zufrieden sie insgesamt mit ihrem Leben sind. Hinzugerechnet wurden außerdem Daten des sozioökonomischen Panels, das etwa 25.000 Befragte umfasst. Die Forscher fanden auf dieser Datengrundlage unter anderem heraus, dass die Menschen in Sachsen vor allem bei der Zufriedenheit mit ihrem Haushaltseinkommen hinter dem Bundesdurchschnitt zurückliegen: Hier wurde die Zufriedenheit auf der Skala mit einem Wert von 6,3 angegeben. Der Bundesdurchschnitt gab hier einen Wert von 6,8 Punkten an. Trotzdem finden die Wissenschaftler in ihrer Beurteilung der Befragung diesen Umstand eher verwunderlich, denn Sachsen stehe mit einem verfügbaren Jahreseinkommen von 19.191 Euro pro Kopf (2016) im Vergleich zu den anderen Ländern im Osten Deutschlands sogar noch gut da, erklärten sie in einer Mitteilung zur Studie. Auch in anderen Bereichen gaben die Befragten in Sachsen niedrigere Werte an, als der deutsche Durchschnitt. Lediglich mit ihrer Arbeit sind die Sachsen mit einem Wert von 7 Punkten ähnlich zufrieden wie der Schnitt.

Insgesamt fanden die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich West- und Ostdeutschland bei der wahrgenommenen Lebenszufriedenheit aber immer weiter annähern: Der Abstand zwischen West und Ost verringerte sich der Studie zufolge in diesem Jahr erneut um 0,2 Punkte. Als Kernbotschaften aus dem aktuellen Glücksatlas kann man folgendes festhalten:

  • Die Deutschen sind zufrieden mit ihrem Leben, denn der Glücksindex liegt mit 7,05 auf einem einem hohen Niveau, analog der Vorjahre.
  • Im Norden leben die glücklichsten Deutschen: Schleswig-Holstein und Hamburg sind die glücklichsten Regionen, Brandenburg bildet das Schlusslicht.
  • Homeoffice-Arbeitsmodelle sorgen für einen positiven Beitrag zur Lebensqualität bei dessen Nutzern, das sagen immerhin 84 Prozent davon.
  • Auch Fragen der nachhaltigen Mobilität spielen bei den Bürgern eine große Rolle. Insbesondere die Jüngeren würden zu 68 Prozent gern Elektroautos nutzen, wenn die Rahmenbedingungen dafür passen.
  • Der Arbeitsweg hat Einfluss auf die Zufriedenheit: Längere Wege machen eher unglücklich, kürzere werden sehr geschätzt, sagt die Erhebung.

Wer sich weitere Daten des „Glücksatlas 2018“ ansehen möchte, der kann dies hier nachlesen.

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