Ein Schloss als Hochzeitsgeschenk

Sonderausstellung Schloss Hubertusbuurg 28.4. - 6.10.2019 Friedrich August und Maria Josepha

Es war die Hochzeit des Jahrhunderts! Und sie hätte fast dazu geführt, dass ein Sachse Kaiser geworden wäre. Zumindest hatte Sachsenherrscher August der Starke dies im Blick, als er vor genau 300 Jahren seinen Sohn Friedrich August II. mit der Habsburger Prinzessin Maria Josepha vermählen ließ. Durch diese Heirat sollten nicht nur Dresden und Wien enger zusammenrücken, hoffte der umtriebige Kurfürst, sondern Sachsen sollte dadurch auch mehr Gewicht in der europäischen Politik erhalten. Und dann, so der Gedanke des starken August, käme irgendwann niemand mehr an seinem Sohn als Kaiser vorbei. Die Idee ging nicht auf, aber die Hochzeit dennoch in die Geschichte ein.

Wohl auch, weil sie mehr als nur üppig gefeiert wurde. August ließ in Dresden beispielsweise extra den Zwinger errichten, damit hier mit reichlich Pomp gefeiert werden konnte; was natürlich die europäischen Herrscherhäuser beeindrucken sollte. Zumindest dieser Plan trug Früchte. Für das Hochzeitspaar gebaut wurde auch Sachsens größtes Rokoko-Schloss, gleichzeitig eines der größten Jagdschlösser Europas: Schloss Hubertusburg in Wermsdorf in der Dahlener Heide. Ins Schloss lockt nun eine ganz besondere Ausstellung, die sich dieser besonderen Hochzeit annimmt. Meisterhafte Rokoko-Kunstwerke, 360-GradVideoinstallationen und eine Zeitreise ins Jahr 1719 zur rauschenden Jahrhunderthochzeit – Gründe genug, mal nach Wermsdorf zu fahren. (Anzeige/JF)

Sonderschau „Friedrich August und Maria Josepha“, bis 6.10., Di. – So.,
10 – 18 Uhr, auch am 10.6., öffentliche Führung (60 Minuten) „Das verlorene sächsische Rokoko“: Di. bis Do., 14 Uhr, Fr. bis So., 11 und 14 Uhr, Eintritt: 7/erm. 5 Euro, unter 17 J. frei, Führung: 3 Euro zzgl. www.skd.museum/hubertusburg

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