So kaufen die Dresdner jetzt ein

Symbolfoto: Pixabay

Sind die Supermärkte am Samstagmittag sonst rappelvoll, bietet sich am dritten Corona-Wochenende ein ganz anders Bild.

Sonnabendvormittag auf dem Parkplatz im Elbepark: Wo sich normalerweise hunderte Autos drängeln, stehen an diesem Samstag gerade einmal sieben Stück. Dutzende Läden sind zu, nur Lebensmittel und Drogerieläden dürfen öffnen. Auch im Kaufland im Elbepark geht es ruhig zu. Wo noch vor drei Wochen lange Schlangen am Eingang auf Zutritt warteten, war es diesmal ruhig. Kunden wie Stine Kersten nutzten die Chance, um schon mal für Ostern einzukaufen. „Ich werde einen Braten machen, dafür habe ich eingekauft und Süßes zum Verstecken“, erzählt
sie. Das Angebot sei nach wie vor reichlich und die Abläufe klappen gut, beobachtet sie.

Keine Schlangen am Sonnabend

Wenn das keine Überraschung ist: Der Parkplatz vor dem Kaufland in Weißig ist kaum gefüllt. Wo sonst am späten Sonnabendvormittag schon Dutzende vor den Flaschenabgabe-Automaten warten, steht niemand. Schon vor dem Eingang sorgt das Unternehmen mit Absperrbaken dafür, dass sich die Mengen trennen in die, die reingehen, und die, die rauskommen. Security-Mitarbeiter schreiten freundlich, aber bestimmt ein, wenn einer den falschen Weg wählt. Für die Einkaufswagen steht Desinfektionsmittel bereit, das eifrig genutzt wird.

„Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich hier am Samstag so entspannt einkaufen kann“, sagt Gernot Waldner und greift zu den Rispentomaten. Er ist überzeugt, dass die Dresdner inzwischen mehr Einkaufserfahrung in Coronazeiten hätten und das Wochenende meiden. „Das kommt denen zugute, die arbeiten müssen“, sagt Waldner. „Die Regale sind voll, die Auswahl an Obst und Gemüse vorbildlich“, findet er. Nur Schnittblumen sind aus. Eine Verkäuferin geht für ihn ins Lager, kommt aber ohne Strauß zurück. „Davon haben wir nur noch ganz wenig geliefert bekommen, die sind längst verkauft“, sagt sie. Waldner kann damit leben. Außer Toilettenpapier hat er alles auf seinem Zettel bekommen.

Grundnahrungsmittel im Fokus

Osterartikel hat der Single nicht gekauft. „Danach steht mir im Moment nicht der Sinn“, sagt er. Wie ihm ging es bisher den meisten Kunden, die vorwiegend Grundnahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs bei Kaufland geordert haben, schreibt Anna Münzing von Kaufland. Das hält sie angesichts des Gebotes, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, auch für völlig normal. „Gleichwohl gehen wir davon aus, dass die Kunden zu Hause das Osterfest in kleinem Kreis begehen und dafür auch entsprechende Einkäufe tätigen werden“, so Münzing. Entsprechend gute Angebote mache das Unternehmen, zum Beispiel reduziert es einige Ostersüßwaren bereits vor dem Fest.

SZ

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