So könnte die Königsbrücker Landstraße einmal aussehen

Blick von der Prof.-von-Finck-Straße in Richtung Stadtzentrum // Visualisierung Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB) und die Landeshauptstadt Dresden planen gemeinsam die Sanierung der Königsbrücker Landstraße in Klotzsche zwischen Karl-Marx-Straße und Arkonastraße.

Bei der Bürgerbeteiligung sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich für Variante 3 und damit für eine durchgängige Radverkehrsführung (Radfahrstreifen) in Richtung Weixdorf (56,1 Prozent) sowie eine einheitliche Straßenbreite auch im Geschäftsbereich (64,5 Prozent) aus. Um den Straßenabschnitt zwischen Gertrud-Caspari-Straße und Boltenhagener Straße aufzuwerten, muss der Bereich der Gehwege und Haltestellen neugestaltet werden.

„Variante 3 ist im Zusammenhang mit der Ertüchtigung der parallel verlaufenden Achse Kieler Straße – Alexander-Herzen-Straße für den Radverkehr zu sehen. Für diesen Abschnitt prüfen wir eine Fahrradstraße. Dazu muss der Parkverkehr neu geordnet und Durchgangsverkehr verhindert werden. Zudem muss die Kreuzung Karl-Marx-Straße/Kieler Straße umgebaut werden und eine Ampelschaltung erhalten. Damit erreichen wir eine deutliche Verbesserung für alle Verkehrsteilnehmer“, erläutert Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

Martin Gawalek, Centerleiter Verkehrsmanagement und Marketing bei den DVB: „Die ‚7‘ ist mit Abstand unsere nachfragestärkste und am schnellsten wachsende Linie im ganzen DVB-Netz. Damit wir dort die neuen Stadtbahnwagen mit größerer Kapazität einsetzen können, müssen noch mehrere Abschnitte ausgebaut werden. Die Königsbrücker Landstraße ist einer davon. Mit der jetzt geplanten Umgestaltung beseitigen wir das Nadelöhr der eingleisigen Streckenführung und können eine barrierefreie Haltestelle ‚Zur Neuen Brücke‘ einrichten.“

Die Befragungsergebnisse sind – ergänzend zur bereits vorhandenen Vorplanung –  Grundlage für die politische Entscheidung zum Ausbau der Königsbrücker Landstraße. Nach der Beratung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften sowie im Stadtbezirksbeirat Klotzsche wird der Stadtrat über die Varianten entscheiden. Nach dem Stadtratsbeschluss wird ein Entwurf für den Ausbau erstellt.

So lief die Bürgerbeteiligung

Vom 6. Juli bis 2. August 2020 konnten Dresdnerinnen und Dresdner erneut ihre Meinung zum aktuellen Stand der Planung abgeben. Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain: „Im Mittelpunkt der Online-Beteiligung standen drei Varianten für die zukünftige Radverkehrsführung und die Gestaltung des Geschäftsbereiches. Bisher gibt es für diesen Abschnitt kein zufriedenstellendes Angebot für Radfahrer. Wir haben die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Vorzugsvariante gefragt.“

Die Landeshauptstadt und die DVB informierten dazu auf der Beteiligungsplattform anhand von Steckbriefen, Visualisierungen und Lageplänen. Zusätzlich erklärte ein Video der DVB AG anschaulich die Ziele des Bauvorhabens und die Unterschiede der drei Varianten. Insgesamt nahmen über 1.400 Interessierte an der Online-Befragung teil und übermittelten zusätzlich zum Fragebogen über 500 Hinweise. Im Ergebnis sprachen sich die Teilnehmer mehrheitlich für Variante 3 aus. Die Wahl der Vorzugslösung war unabhängig von Faktoren wie Alter, genutztem Verkehrsmittel oder der Aktivität der Teilnehmer vor Ort (Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Durchfahrt, Umstieg ÖPNV, Aufenthalt).

Insgesamt war die Resonanz auf die Bürgerbeteiligung und das Format sehr positiv. Die Landeshauptstadt Dresden hatte sich für die Online-Beteiligung entschieden, weil Corona-bedingt keine Diskussionsveranstaltung vor Ort stattfinden konnte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprachen sich zudem für eine kontinuierliche Bürgerbeteiligung aus.

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