Dresden bekommt Geld für Umbau des Steyer-Stadions

Das Heinz-Steyer-Stadion (Foto: Eric Münch)

770.000 Euro Fördermittel von der Landesdirektion Sachsen werden für den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions zur Verfügung gestellt.

Die Landeshauptstadt Dresden erhält etwa 770.000 Euro Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Förderrichtlinie „Inwertsetzung von belasteten Flächen“ für die fachgerechte Entsorgung von kontaminiertem Bauschutt in Zusammenhang mit dem Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions. Sportbürgermeister Dr. Peter Lames: „Herzlichen Dank an den Freistaat Sachsen für die erhoffte Förderung. Die Finanzierung der Entsorgung war aufgrund der nicht kalkulierbaren Höhe kein Bestandteil des Vertrages mit der BAM Sports GmbH, die als Generalübernehmer den Um- und Ausbau des Heinz-Steyer-Stadions realisiert.“

Der Trümmerschutt nach dem 2. Weltkrieg wurde unter anderem für die Stadionwälle verwendet. Der Bodenaushub an der Südtribüne sowie der Ost- und Westkurve kann daher nicht weiterverwendet werden und muss fachgerecht entsorgt werden. Punktuelle Probenuntersuchungen bestätigten eine Schadstoffbelastung des Bodens. Die Gesamtkosten für die Entsorgung des Bodenaushubs belaufen sich auf etwa 960.000 Euro. Die Differenz trägt die Landeshauptstadt Dresden. Für das Bauprojekt erhält die Landeshauptstadt weitere Fördermittel. Das Land Sachsen unterstützt die Sanierung mit vier Millionen Euro. Die Bauarbeiten beginnen im Oktober 2021 mit dem Abbruch der Steintribüne und dem Aushub der Baugrube. Mit Beginn 2022 bis zum Herbst 2022 entsteht der Rohbau. Anschließend starten die Ausbauarbeiten, die etwa ein Jahr andauern. Parallel dazu werden ab Dezember 2022 die Außenanlagen und das Innenfeld hergerichtet. Die Übergabe ist im Herbst 2023 geplant.

Es entsteht ein Stadion mit 5.000 überdachten Sitzplätzen, ergänzt um ein multifunktionales Gebäude als Südtribüne. In diesem etwa 140 Meter langen Bauwerk entstehen auf vier Etagen eine neue Fechterhalle, Sport- und Fitnessräume, Squashcourts sowie ein Multifunktionsbereich für Sport und Bildung. Dazu kommen Büros und Räume für Vereine, Sportmedizin, Gastronomie und weitere gewerbliche Anbieter. Mobile Tribünen in den Kurven können die Zuschauerkapazität des Stadions vorübergehend auf bis zu 15.000 Personen erweitern und schaffen damit die Voraussetzung für Deutsche Leichtathletikmeisterschaften in Dresden. Ein umlaufender Flutlichtkranz integriert bereits vorhandene Teile des Stadions wie die Nordtribüne. Zwischen Ballsportarena und Heinz-Steyer-Stadion entsteht ein neuer Platz als zentraler Eingang zum Sportpark Ostra. Dieser lässt sich im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen oder für sonstige Veranstaltungen, wie Public Viewings, nutzen.

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