Diamonds are a girl’s best friend

Diamonds are a girl's best friend
Kollier. | Bildquelle: Scott Webb via pixabay

Es ist schnell passiert: Beim Zahnarzt müssen plötzlich Ohrringe und Halskette abgelegt werden, damit sie das Röntgenbild nicht stören. In der Eile werden die empfindlichen Schmuckstücke in ein Fach im Portemonnaie oder einfach schnell in die Handtasche gesteckt. Damit sind sie erst einmal aus den Augen und somit meist auch aus dem Sinn. Wenn sie Wochen später infolge eines Erinnerungsblitzes wieder ans Tageslicht gelangen, sind sie im schlimmsten Fall sogar zerkratzt. Mit einer angemessenen Aufbewahrung lässt sich das vermeiden.  

Wie die besten Stücke aber richtig Aufbewahren?

Wer unterwegs ist, sollte vielleicht ein Schmuckbeutelchen in der Handtasche dabei haben. So lassen sich Ohrringe, Ketten und Co. bei Bedarf darin verstauen. Das schützt sie vor Tageslicht und verringert das Risiko des Zerkratzens. Die kleinen Beutel leisten nicht nur beim Zahnarztbesuch gute Dienste, sondern sind auch geeignete Begleiter im Fitnessstudio, beim Schwimmen sowie bei vielen anderen Aktivitäten und man findet die Schmuckbeutel in dem Krimskrams einer Handtasche immer wieder.

Wie empfindlich der Schmuck ist, hängt vor allem vom Material ab. Modeschmuck neigt gern einmal zum Anlaufen. Auch Silber verfärbt sich mit der Zeit. Gold ist ab einem gewissen Feingoldgehalt weniger anfällig für Oxidationen, zerkratzt dafür aber schnell, da es ein recht weiches Material ist. Auch einige Edelsteine können durch den Kontakt mit anderen Gegenständen unschöne Kratzer bekommen.

Einige lagern ihren Schmuck auf Watte. Das soll Kratzer verhindern. Tatsächlich tut es dem Schmuck aber gar nicht gut und kann sogar das Anlaufen noch beschleunigen. Samt ist deutlich besser geeignet.  Bevor der Schmuck in die Schatulle gelegt wird, sollte er ordentlich gereinigt und von Schmutz und Schweiß befreit werden. Letzterer trägt ebenfalls zu Verfärbungen bei und sollte deswegen nicht zu lange mit dem Schmuckstück in Kontakt bleiben. 

Wenn sich die ersten Verfärbungen zeigen, ist der Zeitpunkt für ein Schmuckbad gekommen. Dabei gibt es spezielle Bäder für Gold, Silber, Perlen und Edelsteine. Eine anschließende Politur mit einem weichen Tuch bringt den Schmuck wieder zum Glänzen. 

Ringschatulle. Bildquelle: Priscila Flores via pixabay

Silber mag keinen Sauerstoff

Silberschmuck reagiert mit dem Schwefelwasserstoff in der Luft und verfärbt sich infolgedessen. Wenn er der Luft zu lange ausgesetzt ist, tauchen nach einer Weile unweigerlich die typischen dunklen Flecken auf. Das passiert auch beim Tragen des Schmuckes, sodass Silber in regelmäßigen Abständen ein Schmuckbad benötigt. Doch der Prozess lässt sich durch eine luftdichte Lagerung lange hinauszögern. Zusätzlich zu einer geschlossenen Schmuckbox sind kleine Plastiktüten sinnvoll. Auch Feuchtigkeit ist schlecht für Silber, sodass ein trockener Aufbewahrungsort wichtig ist. Außerdem kann ein Stück Kreide in der Schmuckschatulle Abhilfe schaffen. Das zieht die Feuchtigkeit aus der Luft.  

Gold sollte weich gebettet werden

Gold neigt zum Verkratzen und gehört deswegen in gut gepolsterte Schatullen mit Samtbezug oder einem ähnlich weichen Material. Außerdem sollte jedes Schmuckstück seine eigene Schatulle oder sein eigenes Fach bekommen. So lässt sich verhindern, dass sich Ringe, Ketten und Co. gegenseitig zerkratzen. Legierungen mit geringem Goldanteil benötigen genauso wie Silber einen Schutz vor dem Sauerstoff und sind deswegen an einem luftdichten Aufbewahrungsort gut aufgehoben. 

333er-Gold hat beispielsweise nur einen Feingoldgehalt von 33,3 Prozent. Der restliche Teil des Schmuckstücks besteht aus anderen Materialien, die oft zum Anlaufen neigen. Je höher der Feingoldgehalt ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass der Schmuck sich verfärbt. 585er-Gold wird hingegen allein aufgrund des Kontaktes mit der Luft nicht anlaufen. Durch das Tragen auf der Haut kann es dennoch seine Farbe ändern. Es ist also besonders wichtig, dass es ordentlich gereinigt und von Schweiß befreit wird. Bei 750er- und 999er-Gold ist das Anlaufen sehr unwahrscheinlich. Zerkratzen können die Schmuckstücke aber dafür umso schneller. 

Modeschmuck verfärbt sich mit der Zeit

Modeschmuck kann aus verschiedenen Metalllegierungen bestehen. Er läuft schnell an und verfärbt sich oft blau-grünlich. Außerdem neigt er je nach Zusammensetzung sogar zum Rosten. Seine Lebensdauer kann durch eine luft- und lichtgeschützte Lagerung verlängert werden. Auch auf Feuchtigkeit reagiert er empfindlich. Deswegen sollte er auf keinen Fall im Bad gelagert werden. Haarspray, Make-up und andere Kosmetikprodukte tun dem Modeschmuck ebenfalls nicht gut und können schneller zu Verfärbungen führen. Der Kontakt lässt sich vermeiden, indem der Schmuck erst nach dem Schminken und Frisieren angelegt wird.

Edelsteine sind lichtempfindlich

Einige Edelsteine vertragen kein UV-Licht und werden bei längerer Bestrahlung rissig. Schmuck mit teuren Steinen sollte deswegen unbedingt in eine geschlossene Schatulle aufbewahrt werden, die kein Licht hindurchlässt. Darüber hinaus können sie genauso wie Gold schnell zerkratzen. Eine separate Aufbewahrung der einzelnen Schmuckstücke ist also ebenfalls wichtig.

Kette Aquamarin. Bildquelle: Sara Graves via pixabay

Schmuck im Urlaub sicher verwahren

Wer auf Reisen nicht auf seine schönsten Schmuckstücke verzichteten möchte, sollte vorher im Hotel nachfragen, ob es einen Tresor oder eine andere Möglichkeit der sicheren Unterbringung gibt. Darüber hinaus sind Reiseschatullen sinnvoll. Diese sind so konzipiert, dass sie für verschiedene Schmuckstücke geeignet sind. Sie besitzen also Fächer für Ringe, Ketten und Ohrringe. Optimaler Weise lassen sie sich mit einem Reißverschluss vollständig verschließen. Beim Reisen mit dem Flugzeug darf der Schmuck mit ins Handgepäck. Gerade bei teuren oder sehr lieb gewonnenen Schmuckstücken ist das auch ratsam. 

Die passenden Aufbewahrungslösungen für verschiedene Schmuckstücke

Auch wenn Schmuckständer schick aussehen, sind sie für die Aufbewahrung von Schmuck eher ungeeignet. Mit den richtigen Tipps für die Aufbewahrung behält der Schmuck länger seine schöne Optik. Einer davon: Geschlossene Lösungen sind immer besser. Doch auch bei diesen gibt es große Unterschiede. Beispielsweise sind spezielle Schachteln für Ketten erhältlich. Sie sind so geräumig gestaltet, dass die Kette hineingelegt werden kann, ohne dass sie sich dabei verheddert. Manchmal ist in der Mitte eine Erhöhung, sodass sie nicht verrutscht, auch wenn die Schachtel bewegt wird. Für Ringe gibt es kleine Steckplätze, die das Umherrollen verhindern. Dadurch lassen sich auch gut mehrere Ringe im selben Fach aufbewahren. Uhren können hingegen auf kleine ovale Platzhalter gespannt werden. Diese sollen das Handgelenk ersetzen. Das ist gerade bei Uhren mit Gliederketten aus Metall sehr sinnvoll. So können die einzelnen Glieder nicht aneinander reiben und dadurch Schaden nehmen. 
Mit der richtigen Aufbewahrung bleibt der Schmuck also auch bei längerer Lagerung ein stilvoller Begleiter. Kombiniert mit einer geeigneten Pflege in Form von Schmuckbädern behalten die Lieblingsstücke außerdem lange ihren Glanz.  

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