Mafia Mia, jetzt macht der Pate in Bitcoins

Mafia Mia Venezia
Foto: Michael Schmidt

Die Dinnershow „Mafia Mia – Carnevale di Venezia“ feierte am Freitagabend (21.11.) eine großartige Premiere. Es wurde sehr italienisch und bis zum Schluss sehr spannend, ob der geplante Coup des Paten, seiner Handlanger und der Bang Gang dieses Mal gelingen würde.

Der Pate (Bert Callenbach), seine Handlanger Schlicht und Kümmerling (Joachim Lippmann und Kay Neumayer) und die Bang Gang (The Firebirds) sind nun 13 Jahre lang im Geschäft und ihnen ist völlig klar: Die gute alte Zeit der Banküberfälle, des Drogen- und Diamantenschmuggels und der großen Schwarzgelddeals in bar sind vorbei. Viel zu gefährlich, viel zu sehr überwacht und viel zu nachvollziehbar – zumindest wenn Schlicht und Kümmerling entscheidende Aktionen ausführen müssen, denn die gehen am Ende meist irgendwie schief. Also steigt der Pate in die Cyberkriminalität ein und mit seinem Geschäftspartner Don Girotti (Tom Pauls) gelingt es sogar, geklautes Geld in Bitcoins anzulegen. Die beiden Bosse besitzen jeweils die Hälfte eine unendlich langen Passworts und nur gemeinsam würden sie an die Kohle kommen.

Doch der Pate braucht dringend Bares, will seinen Teil für weitere windige Geschäfte früher als vereinbart aus der digitalen Welt herausziehen und dafür braucht er den zweiten Teil eines schier endlos langen Passworts. Doch Don Girotti denkt gar nicht daran, bei diesem Deal mitzumachen. Also müssen Schlicht und Kümmerling nach Venedig reisen, wo gerade Karneval ist, und Girottis geliebte Tochter Aqua Marina entführen. Denn mit Erpressung, so spekuliert der Pate, wird die Herausgabe des Code schon zu erzwingen sein.

An dieser Stelle sei angemerkt: Es kommt natürlich wieder einmal alles anders als geplant und läuft wie immer aus dem Ruder. Was dieses Mal nicht nur an Schlicht und Kümmerling liegt, denn auch Don Girotti ist mit allen Wassern gewaschen und beherrscht sein mafiöses Handwerk. Wie das Ganze ausgeht, ob einer der beiden triumphiert oder ob der ganze Akt nach Revanche schreit, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Die Geschichte wird spannend bis zum Schluss erzählt – selbst als alle Akteure der Show auf der Bühne die letzten italienischen Klänge schmettern, stellt sich der Zuschauer noch die Frage: Und was ist nun mit dem Zaster?

Apropos Show: Der Rahmen, in dem „Carnevale di Venezia“ erzählt wird, ist wieder großartig. Die Show bietet erneut hochdekorierte und international gefragte Künstler und auch in dieser 13. Mafia-Mia-Auflage sind sieben Acts zu sehen, die den Zuschauer erst staunen und dann frenetisch applaudieren lassen. Die beiden italienischen Sängerinnen Elisa Cipro (Tochter des Paten) und Rita Lynch (Tochter von Don Girotti) überzeugen mit brillanten Stimmen und schauspielerischem Talent, die Mafia Mia Dancers mit toller Tanzshow und die Firebirds setzen mit ihrer A-capella-Einlage im Tik-Tok-Style nebst dazu passenden Videosequenzen erneut Maßstäbe. Getreu dem Motto „Wenn du denkst, besser geht’s nicht mehr, kommen die Firebirds mit Mafia Mia daher“. Klingt schräg, ist aber so. Den erwähnten Show-Rahmen vergolden zwölf witzige und von Robert Jentzsch ziemlich aufwendige Videos, außerdem fast alle bekannten italienischen Popsongs sowie wunderschöne Kostüme im venezianischen Style oder einfach in den Landesfarben rot, grün und weiß. Nicht zu vergessen das 4-Gänge-Menü, das von Küchenchef Sven Kasimir und seinem Team wieder hervorragend komponiert und vom Serviceteam unter Leitung von Janine Bormann kredenzt wurde. Die „Mutter aller Dresdner Dinnershows“ hat auch dieses Jahr die Messlatte wieder ganz weit oben angebracht.

„Mafia Mia – Carnevale di Venezia“ läuft bis 18. Januar, Termine und Tickets hier