Großes Festjahr für Carl Maria von Weber in Dresden

Alter Katholischer Friedhof
Schlicht und doch sehr bedeutend: Die letzte Ruhestätte von Carl Maria von Weber auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden. Foto: Pönisch

Am 5. Juni jährt sich der Todestag von Carl Maria von Weber zum 200. Mal. Der berühmte Komponist lebte und wirkte von 1817 bis zu seinem Tod 1826 in Dresden. Sein Todestag jährt sich am 5. Juni zum 200. Mal.

Als Königlicher Kapellmeister und Direktor der Deutschen Oper am Dresdner Hoftheater prägte er das Musikleben der Stadt nachhaltig. Unter seinem Wirken entwickelte sich Dresden zu einem Zentrum der musikalischen Romantik und hier entstand auch sein berühmtestes Werk, die Oper „Der Freischütz“. Grund genug also, dass die Stadt 2026 zum Festjahr für Carl Maria von Weber erklärt. Unter dem Motto „Romantik entdecken. Festjahr 2026“ ist ein facettenreiches Programm mit Konzerten, Opernaufführungen, Ausstellungen und Vorträgen geplant.

Schon ab 3. Februar wird es in der SLUB die Sonderausstellung „Kein Freischütz für Dresden. Carl Maria von Weber und die deutsche Oper“ (bis 6. Juni) geben. Im Kügelgenhaus heißt es vom 28. März bis 6. September „Wo Schatten wohnen – E.T.A. Hoffmann, Carl Maria von Weber und das Dunkle in der Romantik“. Die Dresdner Philharmonie, die Sächsische Staatsoper und die Sächsische Staatskapelle Dresden werden seine Werke aufführen und zu „Weber meets Jazz“ laden das Junge Sinfonieorchester und die Bigband des Landesmusikgymnasiums für Musik am 30. März ein. Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden ehrt im Festjahr ihren Namensgeber spartenübergreifend mit historischen Wiederentdeckungen von Webers Werken ebenso wie mit Uraufführungen, mit Chor- und Orchesterwerken sowie mit Jazz- und Popklängen. Begleitet wird das Jubiläumsjahr von einem wissenschaftlichen Weber-Symposium und der Gründung des Weber Music Campus Dresden, dem neuen Nachwuchsnetzwerk von Musikhochschule und Sächsischem Landesgymnasium für Musik.

Die Landesbühnen Sachsen haben Webers Oper „Silvana“ im Repertoire, der „Freischütz“ wird zehn Mal auf der Felsenbühne Rathen aufgeführt und das 33. Elbhangfest steht Ende Juni unter dem Motto „Rockt den Weber.

Die meisten Veranstaltungen wird es rund um Webers Todestag im Zeitraum vom 28. Mai bis 28. Juni geben. Zentrales historisches und kulturelles Zentrum des Festjahres ist das Carl-Maria-von-Weber-Museum im historischen Winzerhaus in Dresden-Hosterwitz. In diesem März wird mit der denkmalgerechten Sanierung des Hauses begonnen, im Herbst 2028 soll es wieder öffnen. Bis dahin werden rund fünf Millionen in die einstige Sommerresidenz des Komponisten fließen. Auch der wildromantische Keppgrundweg, einst Lieblingswanderweg Webers, wird von der Stadt mit Unterstützung der Bürgerinitiative Keppgrund weder flott gemacht. Zum Tag des offenen Denkmals am 13. September wird das Carl-Maria-von-Weber-Museum geöffnet sein.

Carl Maria von Weber, geboren am 18. oder 19. November 1786 in Eutin (Hochstift Eutin), lebte in der Dresdner Innenstadt. Sein Sommerhaus in Hosterwitz bei Pillnitz ist heute das Carl-Maria-von Weber-Museum und Teil der Städtischen Museen Dresden. Webers Schriften sind wichtige Dokumente über die Musik und das Theater seiner Zeit. Er starb am 5. Juni 1826 in London. 18 Jahre später wurden seine sterblichen Überreste nach Dresden überführt und er wurde auf dem Alten Katholischen Friedhof in Dresden-Friedrichstadt bestattet. Richard Wagner hielt die Grabrede.

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