Ein Prinz kommt nach Dresden: Sebastian Krumbiegel, Frontmann der „Prinzen“, kommt am 28. und 29. März als „Einzelprinz“ zur Premierenfeier in die Herkuleskeule. Denn einen Tag zuvor feiert sein neues Solo-Album „Kompass“ Premiere.
Im Kabarettkeller im Kulturpalast wird der Sänger, der ja durchaus ein politischer und streitbarer Künstler ist, die Lieder seines neuen Albums sozusagen erstmals live präsentieren. Wobei das nicht ganz stimmt, denn in den vergangenen Monaten hat der Leipziger Musiker rund 70 Konzerte gegeben und dabei rund 70 neue Lieder ausprobiert, von denen die besten 14 nun auf dem Album „Kompass“ gelandet sind. Es sind Lieder, die den Spagat zwischen Unterhaltung und Reflexion meistern, zwischen Kritik und Optimismus. Die sich mit Elon Musks Steuererklärung und den kleinen Prinzen befassen, dass 2+2=5 ist und warum man trotz allem keine Angst haben muss und lieber von einer besseren Welt träumt. „Es sollte schließlich ein optimistisches Album werden, aber ohne Augenwischerei!“
An dieser Stelle sei ein kleiner Rückblick erlaubt: Den Bandnamen „Prinzen“ trägt die Truppe seit 1991, also seit 35 Jahren. Im Gründungsjahr 1981 wählten Krumbiegel und Wolfgang Lenk zunächst den Namen „Phönix“, ab 1985 hieß die Band „Rockpol“ und ab 1987 wurden sie zu „Die Herzbuben“. Wirklich bekannt und berühmt waren sie damals jedoch nicht. Der Erfolg stellte sich erst ein, als Multitalent Annette Humpe auf die Jungs aufmerksam wurde und das erste Album „Das Leben ist grausam“ für die ehemaligen Thomaner produzierte. Weil nun aber „Die Herzbuben“ wieder zu nah an den Wildecker Herzbuben waren, folgte der vierte Name: Die Prinzen. Sebastian Krumbiegel und Wolfgang Lenk können 2026 übrigens nicht nur das 35-jährige Prinzen-Jubiläum feiern, sondern auch auf 45 gemeinsame Gesangsjahre zurückblicken. Schafft wirklich nicht jeder …
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