Überwachung öffentlicher Räume

Hbf. Bln. Bildquelle: Ralf Genge via Pixabay

Stadtverwaltungen stehen heute, nicht nur in Dresden, vor Herausforderungen, mit denen man erst lernen muss, richtig umzugehen. Egal, ob es sich um eine beschauliche Kleinstadt oder eine Millionenstadt handelt. Zentrale Themen, die die meisten Rathäuser beschäftigen, sind die Sicherheit ihrer Bürger und auch die Instandhaltung der öffentlichen Räume. Hier bieten moderne Technologien immer mehr entlastende Unterstützung. Doch wann ist beispielsweise eine Videoüberwachung durch die Polizei im öffentlichen Bereich auch gerechtfertigt und von Gesetzgeber gedeckt? Hier weitere Information dazu!

Für mehr Sicherheit an Kriminalitätsschwerpunkten

Wenn es um die Sicherheit an öffentlichen Orten geht, dann ist es schlicht unmöglich, jeglichen Gefahren vorzubeugen. Um bestmögliche für Sicherheit zu sorgen, haben sich bereits vor Jahrzehnten Überwachungskameras als eine der zentralen und auch preiswertesten Maßnahmen etabliert. Nicht nur können Vorgänge im Nachhinein überprüft und bei Straftaten gegebenenfalls Täter identifiziert werden. Allein die Präsenz von Überwachungskameras kann sich schon positiv auf neuralgische Hot Spots auswirken, was auch die Hoffnungen der Dresdner Polizei, im Zusammenhang mit der Erweiterung der Kameraüberwachung am Wiener Platz ist, der sich leider zu einem der Kriminalitätsschwerpunkte Dresdens entwickelt hat.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich technologisch eine Menge getan. Moderne Videoüberwachungssysteme arbeiten heute intelligent und weitgehend autonom. Diese modernen Systeme sind inzwischen sogar schon in der Lage, ihre Aufnahmen selbst und in Echtzeit zu planen und auch zu analysieren. Verdächtig wirkende Ereignisse können so schneller erkannt werden. Für moderne Kameras ist es auch gar kein Problem, eigenständig den Notruf abzusetzen oder einen Alarm auszulösen. Moderner Systeme, die für eine Videoüberwachung im öffentlichen Raum konzipiert sind, bringen auch gleich die technischen Voraussetzungen mit, die strengen Auflagen der Datenschutzverordnungen wie der EU-weiten DSGVO einzuhalten. Beispielsweise durch automatische Verpixelung der Gesichter Unbeteiligter und eine smarte Verwaltung der Datenspeicherung.

Die intelligente Vernetzung geht jedoch über die reine Gefahrenabwehr hinaus. Durch die anonymisierte Auswertung von Besucherströmen gewinnen Stadtverwaltungen und –planer wertvolle Erkenntnisse über die tatsächliche Nutzung öffentlicher Plätze. Diese Daten ermöglichen es den Kommunen, Korrosion an Brücken festzustellen, bevor es zu massiven Schäden an den Bauwerken führen kann. Reinigungsintervalle oder Streudienste können so präzise an den realen Bedarf anzupassen, anstatt starre, kostenintensive Zeitpläne zu verfolgen.

Loschwitzer Brücke „Blaues Wunder“ Bildquelle: ahundt auf Pixabay

 

Effiziente Zustandsüberwachung Infrastruktur

Neben der Sicherheit können moderne Technologien auch eine große Hilfe sein, wenn es um die Wartung und Instandhaltung öffentlicher Orte geht. Gerade bei städtischer Infrastruktur ist Verlässlichkeit wichtig, damit Abläufe reibungslos funktionieren können. Die große Errungenschaft der letzten Jahre ist hier die Implementierung von smarten Geräten und Einrichtungen, die über das „IoT“ (engl. Abkürzung für Internet der Dinge) miteinander verbunden sind. Dabei werden unterschiedliche Geräte mit Sensoren in einem Netzwerk miteinander verbunden und können ihre erfassten Daten untereinander austauschen und so mit Hilfe von KI-Tools ein umfassendes Lagebild erstellen. An eher abgelegenen oder weniger frequentierten Orten wird das beispielsweise bei Beleuchtungsanlagen genutzt, damit nur die Lampen eingeschaltet werden, die auch wirklich gebraucht werden. So wird Energie gespart und gleichzeitig verlängert diese Effizienz auch die Langlebigkeit der
Leuchtmittel.

Bildquelle: J_Blueberry via Pixabay

Auch im Straßenverkehr wird nicht nur von den Autos selbst auf smarte Sensorik gebaut. Vonseiten der Städte wird auf Daten zurückgegriffen, um eine möglichst effiziente Verkehrsplanung zu ermöglichen. So wird Autofahrern Zeit und Frust im Verkehr erspart und zeitgleich kann der Verschleiß der Straßen besser kontrolliert werden, was die Wartung vereinfacht. Wie wichtig so etwas sein kann, sieht man häufig erst, wenn es zu spät ist. Der Einsturz der Carolabrücke ist ein Beispiel. Ein sehr sympathisches Beispiel für den Einsatz smarter Überwachung, sind intelligente Mülleimer. Diese nehmen selbst wahr, wenn sie voll sind, senden ein Signal an ihre Zentrale und können daraufhin zeitnah geleert werden. So wird eine Stadt mit geringerem Aufwand sauber gehalten. Mit smarter Technologie unter Zuhilfenahme von KI, kann die Stadt sich in gewisser Weise selbst wahrnehmen, sodass Probleme jederzeit erkannt und behoben werden können, im besten Fall sogar schon, bevor etwas akut werden kann.

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