Eine Fachfirma entdeckte rund um die Carolabrücke auf Neustädter Seite 31 Störstellen im Boden. Zwei davon könnten Weltkriegsbomben sein. Am 10. März werden die Fundstellen geöffnet.
Was genau ist geplant?
Zunächst wird ab 16 Uhr ein Sperrkreis von 150 Metern rund um die Fundstelle eingerichtet. Die Wasserstraße Elbe wird gesperrt. Die Staatskanzlei sowie die Ministerien für Kultus und Finanzen schließen 15 Uhr. Im Umkreis gilt Drohnenflugverbot.
Sind die beiden Funde freigelegt, klären Experten, ob es sich um Kampfmittel handelt, die entschärft werden müssen. Mit dieser Entscheidung ist am frühen Abend des 10. März zu rechnen. Sollte sich dabei herausstellen, dass keine Gefahrenlage besteht, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich und es muss nicht evakuiert werden.
Bestätigt sich der Verdacht auf einen oder zwei Bombenblindgänger, würde das bereits Mitte Februar angekündigte Evakuierungskonzept greifen. Das heißt, der Kampfmittelbeseitigungsdienst entscheidet, ob eine Evakuierung noch am Abend des 10. März erforderlich ist oder erst am 11. März.
Wie werden die Menschen gewarnt?
Die Bevölkerung wird in jedem Fall noch am Abend des 10. März über das Ergebnis der Untersuchung informiert. Sollte eine Evakuierung erforderlich werden, erfolgt die Information über die Internetseite www.dresden.de/bombe, über die Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden und der Feuerwehr Dresden sowie über Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossen sind. Im Falle einer sofortigen Evakuierung wird auch das Sirenen-Warnsystem der Landeshauptstadt Dresden ausgelöst. Das Bürgerinfohotline unter 0351-4887666 ist am
9. März von 9 bis 17 Uhr, am 10. März von 9 bis 24 Uhr und am 11. März von 7 bis 18 Uhr besetzt.
Der Evakuierungsradius wird 1.000 Meter um die Fundstellen herum betragen.
Wo gibt es Notunterkünfte?
Wer nicht bei Verwandten oder Bekannten unterkommt, kann die Notunterkunft in der Messe Dresden nutzen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe setzen dafür Busse und erstmals auch Straßenbahnen im etwa 20-Minuten-Takt.
Busroute zur Notunterkunft:
· Sachsenplatz
· Striesener Straße / Gerichtsstraße
· Pirnaischer Platz / Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
· Messe Dresden
Straßenbahnroute zur Notunterkunft:
· Albertplatz
· Carolaplatz
· Augustusbrücke (Blockhaus)
· Theaterplatz
Die Notunterkunft und die Haltestellen sind im Themenstadtplan zu finden unter www.dresden.de/themenstadtplan
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