Auch 2025 hatten die neun Tierheim-Mitarbeitenden gut zu tun. 383 Katzen, 191 Hunde und 287 sonstige Tiere (Reptilien, Nager, Vögel und Fische) landeten im Tierheim. Macht in Summe 861, das waren 11,5 Prozent weniger als 2024.
Warum landen Tiere im Heim?
Zum einen sind da die 336 Fundtiere, von denen nur 101 wieder von ihren Besitzern abgeholt wurden. Zum anderen sind es die Zwangspflegen – also Hunde (90) und Katzen (120), die von Amts wegen ihren Besitzern wegen schlechter Haltungsbedingungen weggenommen werden. Krasseste Beispiel aus dem Vorjahr: Aus einer Wohnung wurden 45 Katzen befreit, aus einer anderen 42 Stadttauben. „Eindeutig fälle von Animal-Hoarding“, sagt Amtstierarzt Lutz Meißner. Hochgiftige Sahara-Dickschwanz-Skorpione wiederum landeten im städtischen Tierheim, weil deren Besitzer verstorben war. Zwangspflegen können aber auch eintreten, wenn eine schwere Erkrankung des Tierhalters, ein langer Krankenhaus- oder Haftaufenthalt eintritt.
Ein problematischer Trend, der sich leider auch 2025 fortgesetzt hat, ist der lange Aufenthalt einzelner Tiere im Tierheim. Das betrifft vor allem Hunde. Nur wenige Hunde können schnell in eine neue Familie vermittelt werden. Ältere haben es zudem deutlich schwerer, ein neues Zuhause zu finden. Auch gesundheitliche Probleme oder Verhaltensprobleme erschweren ihre Vermittlung. Viele Hunde sind nicht ausreichend sozialisiert. Häufig mangelt es an grundlegenden und Grundprinzipien einer Erziehung.
49 Hunde, 220 Katzen und 148 sonstige Tiere konnten wieder vermittelt werden.
Geplante Baumaßnahmen 2026
Vor wenigen Tagen haben umfangreiche Reparatur- und Umbauarbeiten begonnen. So werden im Hundezwingerbereich Fußböden ausgetauscht. Das Hundehauses D wird zu einer Tollwutquarantäne umgebaut. Außerdem werden eine Reihe von Hundezwingern in Multifunktionskäfige umgebaut. Das heißt, ein großer Zwinger wird durch einhängbare Gitter in mehrere Bereiche eingeteilt, in denen dann auch kleine Tiere in größerer Anzahl untergebracht werden können. Für die Baumaßnahmen sind vorerst 600.000 Euro veranschlagt, die ausschließlich aus angesparten Spenden und Nachlässen finanziert werden.
Finanzielle Unterstützung
2025 verzeichnete das Tierheim Spendeneingänge in Höhe von rund 68.535 Euro. Nachlässe gab es keine. Zum Vergleich: 2024 erhielt das Tierheim Spenden im Umfang von 107.000 Euro und aus Nachlässen 496.000 Euro.
Höhere Gebührensätze
Seit 2007 wurden die Gebühren nicht mehr erhöht, doch alle Kosten stiegen seither u ein Vielfaches. Deshalb beschloss der Stadtrat letztes Jahr eine Anpassung der Tierheimkostensatzung. So wurden die Aufnahmegebühren für Tiere mit erhöhtem Betreuungsaufwand – sehr junge, kranke, verhaltensauffällige Tiere – erhöht. Auch die Vergütung für die Vertragstierärzte wurde deutlich nach oben angepasst.
Tag der offenen Tür
Am 19. September öffnet das städtische Tierheim von 13 bis 16 Uhr wieder seine Pforten und kann ohne Termin besucht werden. Die Tierexperten des Veterinäramts stellen Tiere vor, informieren über Tierhaltung, Tiergesundheit und ehrenamtliche Einsatzmöglichkeiten im Tierheim. Auch der Flohmarkt für Tierbedarf ist wieder dabei. Vereine und Initiativen, wie beispielsweise die Wildvogelhilfe und die Igelhilfe, beteiligen sich mit Infoständen am Tag der offenen Tür.
Spenden: IBAN: DE23 8505 0300 3120 0000 34
BIC: OSDDDE81XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Verwendungszweck: Spende Tierheim + Adresse des Spenders
Alle vermittelbaren Tiere unter www.dresden.de/tierheim
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