Drei Kreuze – ein Jubiläum

Fulminanter Auftakt für das Jubiläum: Am vergangenen Wochenende hat die Festwoche der Kreuzkirche begonnen, die sich bis zu diesem Sonntag zieht. Dann feiert die Gemeinde ab 9.30 Uhr mit Gästen aus der Ökumene einen Gottesdienst zu ihrer 800-jährigen Geschichte.
Mit der Festwoche sind gleich drei Kreuze gemacht worden: für Chor, Gymnasium und Kirche. 1216 allerdings stand anstelle des heutigen Gotteshauses eine Basilika, die dem heiligen Nikolaus geweiht war. Später wurde eine Kapelle zur Aufbewahrung eines Splitters vom Kreuz Christi angebaut. Seit der Weihe des neuen Hauptaltars 1388 hieß daher die gesamte Kirche „Zum heiligen Kreuz“.
So alt die Kirche, so groß die Geburtstagsfeier: Um die eintausend Sänger aus 34 Kantoreien haben am vergangenen Sonnabend dem Dresdner Kreuzchor ein Ständchen gebracht. Bereits am Freitag hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert gratuliert.

Rückgrat der Stadt

Wenn die Frauenkirche als Herz der Stadt bezeichnet werde, dann sei die Kreuzkirche das Rückgrat, erklärte er und begründete: „Weil hier die wichtigsten Nerven gebündelt und geschützt werden. Von diesem Ort gehen Impulse aus, die für den Organismus der Stadt von Bedeutung sind“, so der Oberbürgermeister, der auch auf die Verbindung zum Striezelmarkt verwies. „Diese Kirche kann diese lebenswichtige Funktion aber vor allem aus einem Grund erfüllen: Sie besteht, genau wie unsere Wirbelsäule, aus vielen einzelnen Gliedern, die miteinander verbunden sind. Dazu gehören neben der Gemeinde auch die zwei anderen Jubilare: der Kreuzchor und das heutige evangelische Kreuzgymnasium.“
Kruzianer erleben
Nach dem Auftritt der Kruzianer an diesem Sonnabend im Festkonzert „Missa solemnis“ab 17 Uhr, dessen prominentester Gast Bundespräsident Joachim Gauck ist, gestaltet der Kreuzchor den Festgottesdienst am Sonntag mit.
Am Nachmittag tritt Liedermacher Gerhard Schöne gemeinsam mit Musikern und Sängern des Heinrich-Schütz-Konservatoriums, dem Kreuzorganisten Holger Gehring und Wieland Wagner am Vibraphon in einem Familienkonzert auf.

Danach ist der Kreuzchor wieder am Sonnabend, dem 30. April zu erleben. Für die traditionelle einstündige Vesper um 17 Uhr kann der Kreuzchor aus einem Repertoire von mehr als 3 000 Werken schöpfen, die jeweils passend zum Kirchenjahr erklingen. Der Eintritt ist frei.  Thessa Wolf

http://kreuzchor.com

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