Erste Dresdner Umwelt-Zukunftskonferenz der Erwachsenen von morgen

Die erste Zukunftskonferenz fand 2017 statt. // Foto: Una Giesecke/Archiv

Im tjg. theater junge generation im neuen Kraftwerk Mitte haben sich am gestrigen Freitag 120 Schüler aus ganz Dresden zur 1. Dresdner Umwelt-Zukunftskonferenz der Kinder getroffen. Jede der fünf Klassen hatte einen eigenen Schwerpunkt. So entstanden „Objekte zur Weltrettung“, die Müll oder schlechte Gedanken vernichten. Da wurden Utopien und Dystopien entwickelt, dort ein „Ministerium für verlorene Zeit“ gegründet.

Letzteres spielt auf die knappe Ressource „quality time“ an. „Wir vergeuden viel zu viel Zeit mit dem Handy“, begründete Lisa vom künstlerischen Profil des Gymnasiums Bürgerwiese den daraus resultierenden „Antrag für ein besseres Morgen“. Der Vorschlag, einen schulfreien Tag einzuführen, an dem alle digitalen Geräte ausgeschaltet bleiben, um gemeinsam etwas zu unternehmen, Freundschaften zu pflegen oder zu knüpfen, fand am Ende die meisten Unterstützer unter den abstimmenden Schülern.

„Wir haben zwar kein Geld für die Umsetzung dieses Projekts“, antwortete tjg-Intendantin Felicitas Loewe spontan in der Abschlussrunde. „Aber wir können es unterstützen, vielleicht mit freien oder ermäßigten Vorstellungen an einem solchen Tag.“ Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch zeigte sich der Idee gegenüber ebenfalls sehr aufgeschlossen. „Um die teilnehmenden Kultureinrichtungen könnten wir uns kümmern.“

Die Zukunftskonferenz zeige, wie man Kinder und Jugendliche in die Kulturhauptstadt-Bewerbung einbeziehen könne, so die Bürgermeisterin. „Genau solche Projekte brauchen wir, da sie 2025 junge Erwachsene sein werden.“ Und die jungen Leute von morgen hatten noch weitere Ideen auf Lager:

Um die Bienen zu retten, „weil wir sonst alle aussterben“, sollten Imker in Projekttagen mit den Schülern Insektenhotels für den Großen Garten oder die Schuldächer bauen. Einen nachhaltigeren Umgang mit Kleidung schlug die Freie Alternativschule vor: Dekorierte Kleiderständer mit abgelegten Klamotten könnten nach dem Umsonstladen-Prinzip durch die Schulen wandern. Die Laborschule setzte auf Sponsoren, die pro gesammelter Müll-Einheit aus Dresdens Wald und Wiesen Geld zum Bodenkaufen und Bäumepflanzen spenden. Das Marie-Curie-Gymnasium suchte freie Flächen, Helfer, Pflanzen und Ausdauer, um für Stadtkinder ohne eigenen Garten „Dresdens bunte Gärten“ anzulegen.

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