Hoch „Hartmut“ legte Baustellen lahm

Eis am Elbufer und auf dem Wasser – ein seltener Anblick Foto: Thessa Wolf
Minus 16 Grad: Das zeigte das Thermometer der Messstation am Flughafen Dresden-Klotzsche in der vergangenen Woche. Und erstmals in diesem Winter standen viele Baustellen wegen der Kälte still.

„Am Montag haben wir dicht gemacht“, erzählt ein Bauleiter. „Es ging einfach nicht mehr.“ Immerhin sei man bisher, also bis auf die vergangene Woche, vom milden Winter verwöhnt worden. Doch auch, wenn die Arbeiten draußen ruhen müssen – drinnen bleibt es angenehm warm. „Wir schaffen alles ganz bequem“, heißt es von der DREWAG in Bezug auf das Fernwärmenetz und die zu liefernde Wärme in Dresdner Wohnungen und Firmen. Die Kraftwerke hätten mit 812 Megawatt eine ausreichende Kapazität. Übrigens: Fast die Hälfte davon kommt von der Anlage an der Nossener Brücke. Dass Hoch „Hartmut“ überhaupt so
kalt anmutet, liegt an den bisherigen, zu warmen, Wintermonaten. Für Ende Februar und Anfang März ist es keineswegs ungewöhnlich kalt. Vor sechs Jahren fiel das Thermometer im Februar auf minus 20 Grad, im Jahr 1956 sogar auf fast 30 Grad minus. Schöner aktueller Nebeneffekt: Die Dresdner konnten Eisschollen auf der Elbe sehen.
Der Zauber dürfte an diesem Wochenende wieder vorbei sein. Es wird wärmer – allerdings auch wolkiger. Wenn Anfang der Woche dann noch Regen und Wind dazukommen, wird sich manch einer vielleicht nach den Tagen der sonnigen Kälte zurücksehnen. (DAWO!)

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