Fördergeld für Dresdner Projekt

Förderung von der Landeshauptstadt Dresden für das Startup „Wandelbots“. Foto: Landeshauptstadt Dresden
Förderung von der Landeshauptstadt Dresden für das Startup „Wandelbots“. Foto: Landeshauptstadt Dresden

Der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung Dr. Robert Franke hat heute, 2. März 2018, einen Fördermittelscheck an das Projekt KoSeBOT Kontext-Sensitive Cobotik in Höhe von 89.555 Euro übergeben. Mit dem Fördergeld soll ein Vorführgerät (Demonstrator) für die interaktive Mensch-Roboter-Zusammenarbeit (CoBotik) finanziert werden. Es zeigt, wie Roboter angelernt werden können. Mittels Kleidung – wie beispielsweise einem Handschuh oder einer Jacke – die mit Sensoren ausgestattet sind, geht das deutlich einfacher und schneller. Der Roboter lernt über die Bewegung des Menschen seine Aufgabe. Das teure, komplexe und langwierige Schreiben von Programmcodes wird durch dieses demonstrationsbasierte Anlernen ersetzt. Es ermöglicht Personen ohne Programmierkenntnisse, mit Robotern zu kommunizieren. Durch das Vorführen von Arbeitsschritten lernen die Roboter neue Abläufe und Handgriffe. 
„Das durch die Landeshauptstadt Dresden geförderte Projekt eröffnet uns die Möglichkeit, die Industrie 4.0-Modellfabrik um einen Demonstrator zum Thema Mensch-Roboter-Kollaboration zu erweitern. Zusammen mit Wandelbots zeigen wir, wie in künftigen Arbeitswelten Mensch und Maschine Hand in Hand zusammenarbeiten“, so Prof. Dirk Reichelt. „Die Innovationsförderung der Stadt Dresden gibt uns die Möglichkeit, unser Produkt öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und sehr einfach ins Gespräch mit den sächsischen Unternehmen zu kommen. Dadurch können wir an innovativen Technologien arbeiten und sicher gehen, dass sie die Herausforderungen der ansässigen Unternehmen lösen“, sagt Georg Püschel, Geschäftsführer der Wandelbots GmbH.

Mit hoher Zuverlässigkeit, geringen Ausfallzeiten und dem Einsatz in Gefahrenbereichen sind Roboter der Garant für schnelle Produktion in hohen Stückzahlen. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung hochgradig individualisierte Produkte kostengünstig herzustellen. Aus diesem Grund müssen Ansätze entwickelt und etabliert werden, welche die Kosten und die Einführungszeit von Automatisierungsprozessen entscheidend senken.
KoSeBOT ist eines von zehn Projekten, die insgesamt mit rund 600.000 Euro unterstützt werden. Die Mittel stammen aus der Innovationsförderung des Amts für Wirtschaftsförderung. Seit 2017 können damit Neuentwicklungen in der Anwendung von Industrie 4.0, Smart City, modernen Energiesystemen oder neuen Materialien in der Stadt nutzbar gemacht werden. „Wir wollen den Technologietransfer beschleunigen und neuen Produkten zur Marktreife verhelfen. Solche Projekte wie KoSeBOT zeigen, welch enormes Potenzial in unserer Stadt schlummert. Robotik im Allgemeinen und die Ausrichtung auf Industrie 4.0 sind derzeit wichtige Treiber der Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Dresden. Die Innovationsförderung ist also eine Investition in die Zukunft“, sagt Dr. Robert Franke.

KoSeBOT ist ein Verbundprojekt zwischen dem Dresdner Startup Wandelbots und der Professur für Informationsmanagement an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW).  Unter dem Motto „Digitalisierung erlebbar machen“ hat die HTW Dresden unter Leitung von Prof. Dirk Reichelt die Industrie 4.0 Modellfabrik mit einer Forschungs- und Evaluationsinfrastruktur für IoT*-Lösungen im Fertigungsumfeld aufgebaut. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Testumgebung mit einer beispielhaften Produktionsanlage und allen typischen Industrie-Komponenten wurde konzipiert, um komplexe Fertigungs- und Logistikprozesse realitätsgetreu nachzubilden. In dieser Umgebung entwickelt, erforscht und erprobt die HTW Dresden gemeinsam mit Unternehmen neue Konzepte zur Umsetzung von Industrie 4.0-Lösungen. Die HTW Dresden unterstützt das Projekt KoSeBot durch zusätzliche finanzielle Mittel für die Anschaffung eines kollaborativen Roboters, einem sogenannten Cobot, für die Modellfabrik. 

Die Landeshauptstadt Dresden fördert jährlich auf Grundlage der Fachförderrichtlinie innovative Projekte. Dafür stehen auch 2018 wieder Mittel zur Verfügung. Die Förderung ist eine Anteilsfinanzierung und wird als nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss gewährt. Die Fördersumme beträgt mindestens 10.000 Euro und maximal 100.000 Euro. Noch diesen Monat wird es einen neuen Aufruf zum Abruf der Fördermittel geben.  Weitere Informationen zur Innovationsförderung und den geförderten Projekten unter www.dresden.de/innovativ.

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