Frühlingsspaziergang in der Stimme

Zauberhafte Elif bringt den Frühling nach Dresden. (Foto: PR/Hannes Caspar)
Zauberhafte Elif bringt den Frühling nach Dresden. (Foto: PR/Hannes Caspar)

Dann und wann tauchen sie doch noch auf im deutschen Popmusikgeschäft, die Sternschnuppen, bei
denen man spürt – da singt tatsächlich: Jemand. Der weibliche Jemand heißt in diesem Fall Elif Demirezer und nennt sich schlicht Elif. Die Tochter türkischer Einwanderer wurde in Berlin geboren und wuchs im Stadtteil Moabit auf. Neben Auftritten in der Musical- und Chor-AG ihrer Schule sowie Gitarrenunterricht schrieb sie als Teenager ihre ersten eigenen Lieder. Soweit, so normal.
Dabei hätte auch ein schlimmes Pop-Produkt aus ihr werden können. 2009, mit 16, bewirbt sie sich bei Popstars, der Pro7-Show. Im Finale kommt sie auf Platz zwei. Sie singt mit Rihanna und Cassandra Steen. Vier Jahre vergehen, bis zur ersten Solo-Platte. Aus dem alten Vertrag klagt sie sich heraus. Im Nach-hinein betrachtet hat Elif die Zeit gut getan. Ihre Songs klingen intim, persönlich, nah – auch wenn diese Worte Dank inflationärer Werbesprache heutzutage eher plakativ klingen. Man kann auch sagen: Elif kommt ohne Paarreime aus, ohne Kitsch. Sie berührt, ohne zu klebrig zu werden. Zur Musikkarriere sagt sie nüchtern: „Die Musikindustrie ist ja eigentlich auch nur ein normaler Arbeitgeber geworden. So richtige Allüren zu entwickeln, das traut sich kaum einer mehr, vielleicht noch Justin Bieber.“ (tv)

Elif, 22.3., 20 Uhr, Beatpol, DD, Tickets für das Konzert gibt es ab 28,20 Euro hier

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