Dem „Erlkönig-Syndrom“ vorbeugen

An den Fans hat es nicht gelegen, dass die Dynamos bis zum Finale um den Klassenerhalt zittern mussten. Foto: Robert Michael
An den Fans hat es nicht gelegen, dass die Dynamos bis zum Finale um den Klassenerhalt zittern mussten. Foto: Robert Michael

Die zweite ZweitligaSaison in Folge ist beendet, die Dynamos sind in den Urlaub abgeschwirrt. Keine Frage, dass die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang des Spieljahres überwiegt. Zufrieden kann jedoch keiner sein – sowohl über das Finale à la „Erlkönig“ („erreicht den Hof mit Müh und Not“) als auch über die Leistung in der gesamten Saison, die eher einer Achterbahntour glich.
„Auf keinen Fall dürfen wir die Saison einfach abhaken und zur Tagesordnung übergehen“, meinte Trainer Uwe Neuhaus nach der jüngsten Heimniederlage – einer von insgesamt acht.

Fokussiert in die neue Saison

„Da werden wir den Sommer über reichlich zu tun bekommen, die miese Bilanz aufzuarbeiten und von vorn herein konzentriert ins neue Spieljahr gehen.“ Konzentration ist wohl auch in der Saison 2018/19
angesagt, wenn sich vielleicht wieder so ein völlig verrücktes Spieljahr wie das gerade beendete wiederholt. Da verloren Spitzenteams gegen Abstiegskandidaten, musste der Vorjahresdritte Braunschweig und der zum Start noch favorisierte 1. FC Kaiserslautern in Liga drei absteigen, während sich die Aufsteiger Kiel und Regensburg im vorderen Tabellenfeld tummelten. Mathematiker (die meistens keine Ahnung von Fußball haben, weil sie logisch denken) können mit Fug und Recht behaupten, Dynamo sei in dieser Saison (sieben Punkte auf Rang 4) rechnerisch gar besser als im Vorjahr (zehn Punkte bis zum Vierten).
Dass allerdings das Spiel der Schwarz-Gelben, die im Jahr zuvor noch ihre bislang beste Zweitligasaison hatten, diesmal bei ihrer treuen Fanschar nicht gerade Hochstimmung auslöste, ist all zu verständlich. Ursachen dafür liegen gewiss auch in der Unberechenbarkeit der Ligakonkurrenz. Andererseits machten sich auch die Abgänge mehrerer Leistungsträger (Gogia, Kutschke, Stefaniak) schmerzlich bemerkbar.
Um dem eingangs zitierten Syndrom vorzubeugen, also vom Start weg eine schlagkräftige, konzentrierte Truppe aufzubieten, ist unbedingt Verstärkung (und das im wahren Sinne des Wortes) nötig, zumal mit
Schwäbe, Franke und Konrad drei Spieler verabschiedet wurden, die mindestens gleichwertig ersetzt  werden müssen. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die eventuell noch abwandern. Und von den anderen
„Hinterbliebenen“ erwartet der schwarz-gelbe Anhang das Wiedererstarken der zuletzt eingeschlafenen Dynamo-Tugenden. (EKG)

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