Ran an den Rettich – Wie regional is(s)t Sachsen?

Obst und Gemüse brauchen kurze Transportwege – finden die Verbraucher. (Foto: Thessa Wolf)
Obst und Gemüse brauchen kurze Transportwege – finden die Verbraucher. (Foto: Thessa Wolf)

Die Sachsen wünschen sich laut einer Marktstudie mehr Lebensmittel aus ihrem Bundesland. „Sächsische Verbraucher wünschen sich mehr regionale Lebensmittel“, sagt der sächsische Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Dies sei das Ergebnis der gerade veröffentlichen Verbraucher- und Marktstudie „Wie regional is(s)t Sachsen?“. Das Fazit daraus: Regionalität liegt im Trend und ist besonders beim Kauf von Lebensmitteln zunehmend wichtig. Für 42 Prozent der Befragten sollten vor allem Gemüse und Obst aus der Region kommen. Der Landwirtschaftsminister, der am Wochenanfang in Pirna die Lebensmittel-Kontaktbörse „Regionale 2018“ eröffnete, schließt daraus: „Die Herausforderung ist daher, regionale Vertriebsstrategien zu entwickeln, die das Angebot erhöhen.“

Besuch beim Brauer

Unter den Top-Ten, der hier gekauften wie erzeugten Lebensmittel, sind vor allem Backwaren, Bier und Nudeln. „Das spüren wir sehr deutlich“, sagt Jana Kreuziger von der Radeberger Exportbierbrauerei. „Obwohl die Marke inzwischen deutschlandweit bekannt ist, wird Radeberger besonders gern von Sachsen und Südbrandenburgern getrunken.“ Das Interesse gehe sogar noch weiter: „Unsere Brauereiführungen sind sehr beliebt.“
Interessant ist laut der Studie ebenso: Die Herkunft des Produkts ist vielen Sachsen wichtiger als die Art der Erzeugung. Das bedeutet aber auch: Bio kommt hier weniger gut an als in ganz Deutschland – genaugenommen liegt das Verhältnis bei sächsischen Lebensmitteln bei 22 zu deutschlandweiten 30 Prozent, wenn es um ökologisch erzeugte Lebensmittel geht.
Befragt nach den Gründen für die regionale Bevorzugung nannten die Probanden vor allem kurze Transportwege, Frische und die Unterstützung der ansässigen Wirtschaft. Die aller zwei Jahre stattfindende REGIONALE richtet sich an gastgewerbliche Unternehmen, Händler und Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft. Ebenso werden Touristiker, Managements und Akteure der Regionalvermarktung angesprochen. Durch die Vernetzung sollen Wertschöpfungsketten gebildet und die Chancen für die Region zukünftig besser genutzt werden. (Thessa Wolf)

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