Neuer Fuß- und Radweg auf der Carolabrücke

Auf der Carolabrücke sind laut Dresdner Fahrradclub auch mit der Sanierung ab 2019 keine besseren Radwege geplant. Foto: Una Giesecke
Ab Oktober sollen Fuß- und Radweg auf der Carolabrücke nutzbar sein. // Foto: Una Giesecke/Archiv

Die Instandsetzungsarbeiten an der Carolabrücke schreiten voran. Ab Oktober sollen Geh- und Radweg nutzbar sein.

Inzwischen sind alle Fertigteile eingehoben, die den Geh- und Radweg auf den Brückenkappen um 65 Zentimeter verbreitern. Sobald die Betonagearbeiten abgeschlossen sind, montieren Bauleute Geländer und die Straßenbeleuchtung. Ab Oktober 2020 können Fußgänger und Radfahrer den neuen Geh- und Radweg über die Carolabrücke nutzen.

Beginnend von der Neustädter Seite läuft seit Mitte Juli der Einbau der Kappenbewehrung. Die Bewehrung besteht aus Stahl im unteren Bereich. Darauf liegen die nichtmetallischen, neuartigen Baustoffe Carbon bzw. Basalt. Da diese Materialien nicht rosten, kann im Vergleich zur üblichen Stahlbewehrung mit einer viel geringeren Betonüberdeckung gearbeitet werden. Das daraus resultierende geringere Gewicht macht es möglich, die Brücke zu verbreitern. Rissbreiten im Beton werden minimiert und die Haltbarkeit verbessert. Die Materialien kommen erstmals im Zuge der Sanierung einer Großbrücke zum Einsatz. Ziel ist es, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Im einem nächsten Schritt werden die ersten bewehrten Kappenabschnitte mit Beton aufgefüllt. Die Betonagen mussten witterungsbedingt mehrfach verschoben werden. Bei hohen Sommertemperaturen trocknet der Beton zu schnell, bei Niederschlägen kann die Kappenoberfläche nicht wie vorgesehen hergestellt werden. Beides hätte negative Auswirkungen auf die Haltbarkeit der Bauteile.

Die als Fahrbahnbegrenzung vorgesehenen Granitborde sind verlegt und mit einem speziellen Einkornbeton auf Expoxidharz-Basis unterbettet. Dieser sorgt dafür, dass sich unter der Kappe und auf der Brückenabdichtung ansammelndes Wasser in die Brückenentwässerung abgeleitet wird.

Schließlich müssen die gleichen Arbeitsschritte (Abbruch der Bestandskappe, neue Abdichtung, Bewehrung und Betonage der neuen Brückenkappe) auf dem zweiten Bauabschnitt, der bisher als provisorischer Fuß- und Radweg dient, durchgeführt werden.

Im Brückeninneren sind die Arbeiten zur Betoninstandsetzung abgeschlossen, die Erneuerung der Entwässerungsleitungen wird planmäßig fortgesetzt.

Die Gesamtfertigstellung ist wegen der witterungsbedingten Verzögerungen nun für das Jahr 2021 angesetzt. Die Firma Hentschke Bau GmbH aus Bautzen führt die Bauarbeiten durch. Die Kosten betragen rund 5,5 Millionen Euro.

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