Denkmale in Dresden laden zum Besuch ein

Am Tag des offenen Denkmals (13. September) öffnen 35 Veranstalter, darunter auch das Lingnerschloss, ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. // Foto: Stadt Dresden

Unter dem Jahresmotto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ öffnen am Sonntag mehrere Denkmale in Dresden ihre Türen für Besucherinnen und Besucher.

Am Sonntag, 13. September 2020 findet der Tag des offenen Denkmals, Deutschlands größtes Kulturevent für die Denkmalpflege, statt. 35 Veranstalter öffnen ihre Türen für Interessierte und präsentieren ihr Denkmal mit Vorträgen und Führungen.

Kulturdenkmale sind Quellen und Zeugnisse menschlicher Geschichte und Entwicklung, die es nicht nur für nachfolgende Generationen zu erhalten gilt. Unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ können Interessierte neuen Facetten nachgehen. Im Fokus steht der bewusste Umgang mit Ressourcen und deren Verwendung. Die Denkmäler erfordern immer wieder neue Ideen und Konzepte. Diese müssen den verschiedenen Anforderungen und der zeitlichen Entwicklung der Objekte gerecht werden, um sie mit ihren Zeitschichten zu bewahren.

Dresden ist nicht nur reich an Sehenswürdigkeiten, sondern umfasst auch etwa 10.000 listenmäßig erfasste Kulturdenkmale. Der Tag des offenen Denkmals ist somit seit Jahren eine feste Instanz im Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt sowohl für Dresdnerinnen und Dresdner als auch für Gäste.

Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus: „Dresdens Ruf als Kulturstadt gründet auf dem baukulturellen Erbe der vergangenen Jahrhunderte, das am Tag des offenen Denkmals in den Mittelpunkt gerückt wird. Ohne die zahlreichen Denkmaleigentümer, Vereine, Initiativen sowie haupt- und ehrenamtlichen Denkmalpflegern wäre die Veranstaltung in diesem Umfang nicht möglich.“
Durch den Beschluss der Bundesregierung, bei dem alle Großveranstaltungen bis voraussichtlich 31. Dezember untersagt sind, geht jetzt auch das Amt für Kultur und Denkmalschutz neue Wege. Mit Veranstaltern wurden Alternativen der visualisierten Darstellung der Objekte getestet. Einige Denkmale wie das Ständehaus, die Kirche St. Josef sowie das Vorwerk Nickern präsentieren sich auf dresden.de ausschließlich digital mit Videobeiträgen und Fotostrecken. Dabei bietet sich die Chance eines neuen, bisher vielleicht verborgenen, Blick auf das Denkmal.

Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz: „Wie fast alle Kulturbetriebe mussten auch wir uns bedingt durch die Corona-Pandemie Alternativen für unsere Veranstaltungsformate überlegen. Der Tag des offenen Denkmals wird, der Corona-Schutzverordnung entsprechend, mit einem analogen Veranstaltungsteil stattfinden. Zusätzlich sind kontaktfreie digitale, light-Versionen geplant. Sollte sich das digitale Format bewähren, können wir uns vorstellen, dies zukünftig auszubauen.  

Eine Liste der am 13. September geöffneten und/oder digital erlebbaren Denkmale finden Sie unter: www.dresden.de/denkmaltag

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