Zigarren: Gut Ding will Weile haben

Foto: Eddy Blondey via Pixabay

Im Gegensatz zur Zigarette kann man die Zigarre nicht einfach mal so zwischendurch konsumieren – sie braucht einfach ihre Zeit. Genau deshalb steht eine Zigarre heute auch für den Luxus der stilvollen Pause.

Prominente Zigarrenfans

Der wohl berühmteste Zigarrenraucher der Welt dürfte der ehemalige britische Premier Winston Churchill gewesen sein. Doch auch Hollywoodstars wie Jack Nicholson oder Al Pacino zählen zu den Fans dieser besonderen Rauchwaren. Ebenso übrigens wie ihre Kolleginnen Julianna Moore und Sharon Stone. Sie alle verbinden die Zigarre mit Genuss.

Die Zahl der Zigarrenraucher ist zwar bereits seit den 1950er Jahren rückläufig, wie hier in der Wirtschaftswoche zu lesen ist, dennoch werden jährlich mehr als eine Milliarde Zigarren verkauft. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass vor allem Kuba in Deutschland ein Sehnsuchts-Thema ist. Kubanisches Essen oder die Musik des Karibikstaats liegen nämlich im Trend. Dementsprechend groß ist mittlerweile die Auswahl an Zigarren.

Eine Frage des Geschmacks

Für alle, die zum ersten Mal eine Zigarre probieren möchten, ist diese Vielfalt oftmals schwer zu durchschauen. Grundsätzlich sind zwei Faktoren für den Rauchgenuss verantwortlich: die Tabaksorte und das Format der Zigarre. So sollten Einsteiger am besten zu einem Erzeugnis aus der Dominikanischen Republik oder Honduras greifen, weil dort milde Tabaksorten verarbeitet werden. Anders sieht es bei kubanischen Zigarren aus. Hier werden vielfach besonders würzige Tabaksorten für die Herstellung edler Zigarren benutzt. Was das Format angeht, sollten Anfänger eher auf kürzere, dickere Zigarren zurückgreifen. Je länger und dünner eine Zigarre nämlich ist, umso stärker und bitterer ist meist ihr Geschmack. Um den gewünschten Geschmack der Zigarre zu intensivieren, ist auch die Wahl des passenden Getränks als Begleitung wichtig für das Genusserlebnis.

Die richtige Aufbewahrung ist das A und O

Mindestens ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Zigarre ist ihre Aufbewahrung. Hier kommt der sogenannte Humidor ins Spiel, eine Aufbewahrungsbox, die ihren Namen von Humidität – dem Fachbegriff für Feuchtigkeit – hat. Ein Humidor sorgt genau dadurch dafür, dass die Zigarre auch wirklich schmeckt: Er hält den Tabak leicht feucht. Die Auswahl des richtigen Humidors hängt unter anderem von der Anzahl der Zigarren ab, die dort gelagert werden sollen. So ist die Empfehlung für Gelegenheitsraucher ein Humidor, der Platz für rund 60 Zigarren bietet. Regelmäßige Genießer benötigen dementsprechend einen größeren Humidor.

Ebenfalls wichtig: das Klima in einem Humidor sollte nicht zu warm werden. Sonst droht schnell Schimmelbildung und Pilzbefall. Die optimale Temperatur liegt zwischen 18 und 21 Grad. Deshalb sollte man einen Humidor auch nicht der Sonne aussetzen. Was das Material angeht, hat man die freie Wahl zwischen edlem Holz, Metall oder Kunststoff. Wichtig ist dabei, dass das Material keinerlei Eigengerüchte ausdünstet. Neulinge sind gut beraten, den ersten Humidor nicht etwa online zu erstehen. Örtliche Fachgeschäfte bieten umfassende Beratung und auch eine ausreichend große Auswahl an Zubehör. Wer seine Zigarre gern mit Gleichgesinnten genießt, hat dazu in Dresden ebenfalls Gelegenheit. So bietet das renommierte Hotel „Bülow Palais“ eine Zigarrenlounge, bei der auch feinste Spirituosen serviert werden. Eine Besonderheit hier ist die mit echten Zigarrenblättern getäfelte Decke. Wer es ein wenig lässiger mag, kann die ersten Zigarren-Erfahrungen z.B. auch mit guten Freunden bei einem Männerwochenende sammeln. Vielleicht findet sich da auch der nächste Cigar-Club zusammen.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit einer externen Redaktion.

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