Mit Sieg raus aus dem Keller

Kein Sieg in der Rückrunde, trotzdem verspricht Trainer Guerini Capretti die Rettung.
Kein Sieg in der Rückrunde, trotzdem verspricht Trainer Guerini Capretti die Rettung. // Foto: S. Manig

Mit drei Punkten aus Sandhausen kann Dynamo den Relegationsplatz endlich verlassen.

Das Tor von Paul Will 20 Minuten vor dem Abpfiff kam für Dynamo doch etwas zu spät. Zu spät für eine erfolgreiche Aufholjagdgegen den „FC Terodde“. Am Ende machte doch mal wieder Schalke-Goalgetter den Unterschied. Und so setzte sich die Negativserie der Dynamos auch im elften Spiel fort. Das muss sich in der nun immens wichtigen nächsten Partie unbedingt ändern. Ein Mutmacher für die SGD dürfte vor allem die Heimschwäche des SV Sandhausen sein. Denn gemeinsam mit dem FC Ingolstadt ist der SVS in der 2. Bundesliga-Tabelle der Heimspiele das Schlusslicht. Die Sandhäuser haben nur zwei ihrer bisher 13 Partien im Stadion am Hardtwald gewonnen. Dazu kommen dann noch vier Remis. Und dem stehen allerdings auch bereits sieben Niederlagen gegenüber. Schwach war bisher zu Hause auch die Torausbeute des SVS. Denn der hat erst zwölf eigene Tore in seinen 13 Heimspielen zustande gebracht.

Ein Blick auf die Auswärtstabelle verrät, dass Dynamo eine fast identische 2. Bundesliga-Bilanz aufweist wie der SVS zu Hause. Zwei Mal erst gewann die SGD ein Auswärtsspiel. Kurioserweise beide gegen Ostvereine–Hansa Rostock und Erzgebirge Aue. Dazu kommen noch vier Remis in fremden Stadien.

Im Hinspiel bedeutete das Tor von Pascal Testroet kurz nach dem Seitenwechsel den 1:0-Sieg für den SV Sandhausen. Das letzte Gastspiel im Stadion am Hardtwald wiederum entschied in der Saison 2019/20 die SG Dynamo Dresden mit 1:0 zu ihren Gunsten, weil Marco Hartmann quasi mit dem Schlusspfiff das alles entscheidende Tor gelang. Dies war aber auch gleichzeitig der überhaupt erste Auswärtserfolg Dynamos in insgesamt neun Partien in Sandhausen in der zweiten und dritten Liga. Vier Mal setzte sich zu Hause bisher der SVS durch, und vier weitere Male trennten sich beide Vereine unentschieden. Es wird höchste Zeit, dass Dynamo diese Bilanz zum eigenen Nutzen verbessert, denn mit einem Sieg können die Schwarzgelben am Tabellennachbarn vorbeiziehen und den leidigen drittletzten Tabellenplatz verlassen.

Ekki’s Intermezzo: Klarer Kopf und flinke Füße

„Abstiegskampf beginnt und endet im Kopf“ ist eine alte Binsenweisheit. Doch mit einem klaren Kopf allein kommt man nun mal nicht aus der Sieglos-Misere und somit auch aus dem Tabellenkeller. Dass für den Erfolg vor allem auch Tore benötigt werden, dürfte nun ebenso eine Binsenweisheit sein. Logische Folge: In den letzten sechs Spielen der Saison mit klarem, kühlem Kopf (natürlich auch mit den Füßen) Tore, Tore, Tore schießen! Dafür wird die Rückkehr von Dynamos bestem Stürmer Christoph Daferner nach seiner Corona-Infektion sehnlichst erwartet, denn der laufstarke Angreifer ist die offensive Lebensversicherung im Abstiegskampf. Allerdings kann es der Zwölf-Tore-Mann am Ende nicht alleine richten. Das war auch beim 1:2 gegen Schalke zu spüren. Daferner-Vertreter Drchal mühte sich redlich, konnte sich aber kaum in Szene setzen. Das war allerdings nicht seine Schuld, sondern ist in erster Linie den falschen Entscheidungen der Teamkollegen zuzuordnen. Immer und immer wieder wird die Harmlosigkeit der kompletten Dynamo-Offensive bemängelt.

Auch wenn Dynamos Spielweise nach dem Trainerwechsel deutlich sichtbar mehr nach vorn ausgerichtet ist, bleibt der Erfolg (vorerst) aus. Lag es vielleicht auch daran, dass die letzten acht Gegner ausschließlich in der oberen Tabellenhälfte angesiedelt sind? Das dürfte sich gewiss für die nächsten Begegnungen erledigt haben. Jedes der sechs ausbleibenden Spiele ist ein Schlüsselspiel für den Verbleib in Liga zwei und so sollte jedes Match wie ein echtes Endspiel angegangen werden – und das sowohl mit klarem Kopf als auch mit treffsicherem Fuß.

EKKI GARTEN

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