Rucksackmessung bringt’s ans Licht: Dicke Luft in der Dresdner Neustadt

Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung waren von Juni bis September 2021 in der Dresdner Neustadt unterwegs zur "mobilen Rucksackmessung" der Luft. Foto: LfULG/S. Bastian

An warmen Abenden steigt die Ruß- und Feinstaubbelastung in der Dresdner Neustadt durch sommerliche Freizeitaktivitäten mitunter erheblich an. Das geht aus den Ergebnissen der mobilen Rucksackmessungen des Landesamtes für Umwelt hervor.

Ursache für die nachgewiesene „dicke Luft“ ist „das Verbrennen von Holz im Kontext von Grill- und Feueraktivitäten“. So steige laut Messergebnissen die Konzentration der chemischen Markerverbindung Levoglucosan, die beim Verbrennen von Holz entsteht, abends meist um ein Vielfaches im Vergleich zum Nachmittag an.

Ein zweiter, kaum überraschender Fakt: Herrscht bei Großereignissen wie dem Christopher Street Day oder am Schuleinführungstag schönes Wetter, dann nimmt die Feinstaubbelastung enorm zu. So wurden entlang der Messrouten an solchen Tagen Spitzenwerte von 100 Mikrogramm Feinstaub-PM10 und 6 Mikrogramm Ruß pro Kubikmeter gemessen. War es eher kühl, lag die Konzentrationen selten über 20 Mikrogramm Feinstaub-PM10 und 2 Mikrogramm Ruß pro Kubikmeter Luft.

Was sind mobile Rücksackmessungen?

Wie es der Name sagt: Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung haben Rucksäcke auf dem Rücken, die voller Messtechnik stecken. Darunter auch kleine mobile Filtersammler zur Bestimmung der chemischen Verbindung Levoglucosan. Diese entsteht bei der Verbrennung von Cellulose. Der Nachweis dient deshalb als spezifischer Hinweis für Holzverbrennung.

Gemessen wurde von Juni bis September 2021 an 14 Wochenendtagen.

1 Kommentar

  1. Dann schickt mal diesen Rucksackgänger nach Prohlis in die Georg-Palitzsch-Straße von der Nummer 9 bis zum Schwimmbad. Ich wohne seit 4 Jahren gegenüber vom Lidl,mein Luftreiniger läuft sich nen Wolf und ich habe extreme Luftprobleme bekommen. Bin Asthmatiker. Selbst die Lockdowns brachten keine Erleichterung, wie trotzdem behauptet wurde

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