Pillnitzer Kamelie kommt wieder „unter die Haube“

Pillnitzer Kamelie kommt wieder „unter die Haube“
Foto: PR

Am Mittwoch, dem 26. Oktober um 10:00 Uhr wird das Glashaus über die Kamelie geschoben.

Die vor 220 Jahren an ihrem heutigen Standort ausgepflanzte Pillnitzer Kamelie erhält am Mittwoch, dem 26. Oktober um 10:00 Uhr wieder ihren legendären Winterschutz. Die beiden riesigen Flügeltore des gläsernen Schutzhauses öffnen sich und das gesamte 54 Tonnen schwere Pflanzenhaus setzt sich langsam in Bewegung. Auf Schienen gelagert schiebt es sich rund zehn Minuten lang über die zwölf Meter breite und neun Meter hohe Kamelie, bis es sie vollständig umschlossen hat und die Glastore sich wieder schließen können.

Vor Frost geschützt und bei vier bis sechs Grad wohl temperiert verbringt die über 250 Jahre alte Kamelie dann bis Mitte Mai die kalte Jahreszeit in ihrem eigens für sie gebauten Schutzhaus aus Glas und Stahl. Der Klimacomputer des über 13 Meter hohen Gewächshauses übernimmt vollautomatisch die Steuerung von Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung.

In der Blütezeit von Mitte Februar bis Mitte April schmücken zehntausende Blüten die Kamelie. Ihre ungefüllten Blüten sind glockenförmig, duften nicht und leuchten karminrot. Die Pillnitzer Kamelie gilt als die älteste und größte ihrer Art nördlich der Alpen.

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