Schlössernacht Dresden: „Mehr Bahnen? Schwieriges Thema“

Schlössernacht
Foto: © 2025 Michael Schmidt

Kaum war die 15. Dresdner Schlössernacht zu Ende, ging via Instagram viral die Post ab. Auslöser war offenbar die Äußerung einer betroffenen Besucherin, die sich über eine verspätete und dazu noch rappelvolle Straßenbahn nach dem vermeintlichen Ende der Veranstaltung aufregte.

An den schlössernahen Haltestellen hätten viele Menschen stehenbleiben und auf die nächste Bahn warten müssen, die zudem wieder überfüllt gewesen sei. Die Kommentare, die daraufhin abgesetzt wurden, sind teilweise unterirdisch: „Hauptsache Panzer fahren“, „Ergebnis der letzten Wahl“ und „Im besten Deutschland aller Zeiten“ sind nur einige Beispiele dafür, wie die Thematik entgleiten kann.

Fakt ist: An den Haltestellen kam es zum Besucherstau. Und ja, es gab in diesem Jahr keine Taktzeitverkürzung für die Linie 11 seitens der DVB. Warum, das erklärt Mirco Meinel, Geschäftsführer der First Class Concept GmbH, die die Schlössernacht veranstaltet.

Einer der Vorwürfe lautet: Hätte der Veranstalter nicht dafür sorgen müssen, dass mehr Bahnen fahren?
Es stimmt, in den Vorjahren konnten wir mit den Dresdner Verkehrsbetrieben entsprechende Regelungen für die Linie 11 vereinbaren. Doch anders als bisher war eine Taktverkürzung der Straßenbahn dieses Jahr mit enormen Mehrkosten verbunden. Diese konnten wir nicht übernehmen, da wir die Ticketpreise nicht erhöhen wollten.

Wer finanziert eigentlich den Busshuttle zwischen Stauffenbergallee und Schloss Albrechtsberg?
Diesen zusätzlichen und für die Nutzer kostenlosen Shuttle finanzieren wir als Veranstalter. Er pendelt von 16.30 bis 21 Uhr und von 23 bis 2 Uhr zwischen dem Parkplatz der Landesdirektion an der Stauffenbergallee und Schloss Albrechtsberg inklusive Zwischenstopp am Waldschlösschen. Wir arbeiten hier seit einigen Jahren mit dem Busunternehmen Kreisel sehr gut zusammen. Dabei werden klimatisierte Reisebusse eingesetzt. Und das Feedback, das ich erhalten habe, klang sehr positiv. Die An- und Abreise verlief entspannt und zügig.

Was raten Sie den Gästen für die 16. Schlössernacht am 25. Juli 2026?
Da habe ich wirklich einen guten Tipp: Die Veranstaltung endet ja nicht mit dem Feuerwerk um 22.45 Uhr, das war nie der Fall. Im Gegenteil: Das Programm geht auf fast allen Bühnen weiter und ab 23 Uhr bieten wir sogar preiswertere Late-Night-Tickets an. Wenn also nach dem Feuerwerk nicht so viele Besucher gleichzeitig das Fest verlassen, sondern noch etwas verweilen, dann wird der Andrang an den Haltestellen vielleicht etwas weniger.