Dresdens Einwohnerzahl sinkt weiter

Foto: Pleul/Archiv

In Sachsens Landeshauptstadt hatten laut Melderegister zum 31. Dezember 2025 exakt 571.510 Personen ihren Hauptwohnsitz. Das sind 2.138 Einwohner weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Menschen mit deutschem Pass sank von 501.770 im Jahr 2024 auf 498.311 im Jahr 2025.

Ausländer in Dresden

Ohne deutschen Pass waren zum Jahresende 73.199 Personen in Dresden gemeldet. Die mit Abstand am häufigsten vertretenen ausländischen Staatsangehörigen kommen aus der Ukraine mit 10.375 Personen (2024: 9.919) und aus Syrien mit 7.069 Personen (2024: 7.301). Indien folgt mit 3.948 Personen (2024: 3.532) auf Platz drei. Der Ausländeranteil betrug 12,8 Prozent und damit 0,3 Prozent mehr als 2024.

Geschlechterverteilung

Bezogen auf die Geschlechterverteilung geht es in Dresden ziemlich ausgewogen zu: 49,8 Prozent waren männlich, 50,2 Prozent weiblich. 140 Personen waren im Melderegister als „divers“ oder „ohne Angabe“ eingetragen, was deutlich mehr als in den beiden Vorjahren war (66 bzw. 14). Grund dafür ist eine Gesetzesänderung, die Änderungen des Geschlechts im Melderegister vereinfacht hat.

Geburten und Sterbefälle

Die Zahl der Lebendgeborenen – deren Mütter mit Hauptwohnsitz in Dresden gemeldet sind – ging im zurückliegenden Jahr auf 3.890 zurück, ein Jahr zuvor waren es 4.106 und im Jahr 2023 noch 4.268 Kinder. Der Geburtenrückgang, der 2017 eingesetzt hat, schwächte sich in den vergangenen Jahren etwas ab. Die Geburtenzahl der letzten zwölf Monate war seit Jahresmitte 2024 weitgehend stabil, ging jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2025 wieder zurück. Ein Teil der Meldungen des Standesamtes konnte aufgrund von IT-Problemen allerdings noch nicht in das Melderegister übertragen werden.

Die Anzahl der Gestorbenen hat sich 2025 wieder leicht erhöht und betrug 5.881 (2024: 5.816). Die Differenz aus Geborenen und Sterbefällen ergibt im Jahr 2025 ein sogenanntes Geburtendefizit von 1.991 Personen. Es fällt damit höher aus als in den Vorjahren (2024: 1.710, 2023: 1.764).

Zu- und Fortzüge

Etwas 29.000 Menschen zogen letztes Jahr nach Dresden zu und ungefähr genauso viele verließen die Stadt. Eine genaue Zahl liegt noch nicht vor. 2024 gab es noch einen Wanderungsüberschuss von etwa 3.000 Personen – das heißt, das mehr Menschen nach Dresden ein- aus wegzogen. Auffällig ist, dass 2025 weniger Zuzüge aus dem Ausland sowie aus den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Sachsen) nach Dresden registriert wurden. Gleichzeitig zogen mehr Menschen in andere ostdeutsche Bundesländer oder meldeten sich ab nach „unbekannt“.



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