Restmüll reduzieren: Abfallwirtschaftskonzept wird fortgeschrieben

Quelle: pixabay
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Mit rund 130 Kilogramm Restabfall pro Einwohner und Jahr liegt die Landeshauptstadt Dresden deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Großstädte. Dieser liegt bei Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern bundesweit bei rund 186 Kilogramm. Auf Basis dieser Ausgangslage hat die Stadt Prognosen zu den künftigen Abfallmengen erstellt und im neuen Abfallwirtschaftskonzept (AWK) entsprechende Maßnahmen für die kommenden fünf Jahre entwickelt. Nun liegt ein Entwurf des Konzepts vor, über den der Stadtrat nach der Sommerpause beraten und entscheiden soll. Das übergeordnete Ziel bleibt dabei unverändert: Die Abfallhierarchie soll weiterhin konsequent umgesetzt und die Restabfallmenge langfristig reduziert werden.

Für Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen ist klar: „Unsere Dresdner Abfallwirtschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz, besonders dann, wenn Abfälle vermieden und Wertstoffe getrennt gesammelt werden. Der Erfolg der Dresdner Abfallwirtschaft steht dabei auf mehreren Säulen – ein bürgerfreundliches Sammelsystem wird von einem verursachergerechten Gebührensystem, das Abfalltrennung und Abfallvermeidung finanziell belohnt, flankiert. Ziel ist, unser Restabfallaufkommen weiter zu senken. Mit dem Abfallwirtschaftskonzept werden die effiziente und nachhaltige Verwertung von Abfällen sowie Öffentlichkeitsarbeit und Beratung strategisch weiterentwickelt, um die in Dresden erreichten Standards zu halten und zu verbessern. Sorgen macht mir aber unverändert die Stadtsauberkeit, in die wir noch viel Überlegung, Kontrollen und Geld für notwendige Reinigungsleistungen investieren müssen.“

Der Gesetzgeber verpflichtet die Stadtverwaltung zur regelmäßigen Fortschreibung des Konzepts. Folgende Fragestellungen rückten dabei in den Fokus:
•        Wie kann die Altpapiersammlung, auch mit Blick auf die Stadtsauberkeit, angepasst werden?
•        Wie sollen Restabfälle verwertet werden?
•        Welchen Beitrag kann Digitalisierung in der Abfallwirtschaft leisten?

Leistungen der Abfallwirtschaft

An den 55.000 Standplätzen im Stadtgebiet stehen etwa 160.000 Rest-, Bio- und Altpapierbehälter, die jährlich rund vier Millionen Mal entleert werden. Darüber hinaus gibt es stadtweit acht Wertstoffhöfe, fünf Grünabfall-Annahmestellen und etwa 640 Wertstoffcontainerstandplätze, um Abfälle und Wertstoffe abzugeben. Jährlich fallen rund 180.000 Tonnen Wertstoffe und Abfälle an. Gut 5.000 Hausabholungen von Sperrmüll und Elektro-Altgeräten werden organisiert. Zweimal im Jahr fährt das Schadstoffmobil 92 Haltepunkte an und im Januar werden an etwa 100 Standpunkten Weihnachtsbäume eingesammelt. Außerdem werden stadtweit rund 4.000 Papierkörbe bewirtschaftet, die mehr als 490.000-mal pro Jahr geleert werden. Hinzu kommt die Koordination der Leistungen der Dualen Systeme zur Sammlung von Altglas und der Verpackungsabfälle mit der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack.