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Helden bewahren Geschichte

Ur-Krostitzer Jahresring. Foto: PR Ur-Krostitzer Jahresring. Foto: PR

Zum Reformationsjubiläum 2017 vergibt die Krostitzer Brauerei im Rahmen ihres 14. mitteldeutschen Historikerpreises „Ur-Krostitzer Jahresring“ den mit 1 500 Euro dotierten Sonderpreis zum Thema „Das Leben und Wirken Martin Luthers“. Damit erhöht sich das Preisgeld des traditionellen Wettbewerbs auf insgesamt 6 500 Euro. Für den Ur-Krostitzer Jahresring bewerben sich Freizeithistoriker jenseits der Profession mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten bis zum 15. August 2017. Ihr Thema können sie frei wählen, nur geografisch müssen sich die Einsendungen auf Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen oder Südbrandenburg beziehen.
„Um möglichst viele Freizeithistoriker anzusprechen, ist der Sonderpreis thematisch sehr weit gefasst. Wir erhoffen uns Ausarbeitungen zum Einfluss des Schaffens und Wirkens Martin Luthers auf Religion und Gesellschaft in Mitteldeutschland“, sagt Brauereichef Wolfgang Welter. Die beste wissenschaftliche Arbeit wird mit 1 500 Euro ausgezeichnet. „Aber auch jeder, der sich abseits Luthers in seiner Freizeit um die Aufbereitung der Geschichte seiner Heimat verdient gemacht hat und sie für die Nachwelt lebendig hält, kann am Wettbewerb teilnehmen“, so Welter. Der Gesamtsieger des Ur-Krostitzer Jahresrings erhält ebenfalls 1 500 Euro. Ihm wird darüber hinaus der „Ur-Krostitzer Jahresring 2017“ verliehen – eine goldene Nachbildung jenes Ringes, den Schwedenkönig Gustav II. Adolf dem Krostitzer Braumeister 1631 als Dank für den „wohlschmeckenden Labetrunk“ schenkte. Und 3 000 Euro teilen sich die Gewinner von bis zu sechs Themenkategorien, die die Jury anhand der Einsendungen festlegt. Kategorien der letzten Jahre waren zum Beispiel „Industriegeschichte“, „Dokumentation“, „Zeitgeschichte“ oder „Biografie“. ie ermöglichen es, thematisch verschiedene Arbeiten besser vergleichen zu können und somit mehrere Hobbyhistoriker für ihre Leistung auszuzeichnen. Für Teilnehmer ab 16 Jahren lobt die Krostitzer Brauerei einen mit 500 Euro dotierten Jugendsonderpreis aus.

Neuer Gastjuror

In der Jury sitzen Brauereichef Wolfgang Welter und Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und ehemaliger Museumsdirektor vom Schloss Lützen. Denn in der Schlacht von Lützen, einer der Hauptschlachten des Dreißigjährigen Krieges, starb der schwedische König Gustav II. Adolf im Jahre 1632.
Als neues Mitglied begrüßt die Jury ab diesem Jahr Katja Rosenbaum, aktuelle Direktorin des Museums im Schloss Lützen. Den Juryvorsitz hat Professor Manfred Straube inne. Er war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1995 unter anderem Dekan der Philosophischen Fakultät an der Pädagogischen Hochschule sowie gewählter Direktor der Sektion Geschichte der Universität Leipzig.

Freizeithistoriker reichen ihre Bewerbung bitte bis 15. August 2017 bei der Radeberger Gruppe KG, c/o Krostitzer Brauerei, Brauereistraße 12 in 04509 Krostitz, Stichwort „Ur-Krostitzer Jahresring“, ein. Die Unterlagen müssen eine komplette maschinengeschriebene Ausarbeitung des Forschungsprojektes, wenn vorhanden eine Bildauswahl (digital oder analog) sowie einen kurzen Lebenslauf enthalten. Da das Material bei der Brauerei oder im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig verbleibt, sollten keine Originale zugesandt werden. Alternativ ist die Bewerbung per E-Mail an jahresring@
ur-krostitzer.de möglich. Die Arbeiten dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Die Preisverleihung findet voraussichtlich im Dezember dieses Jahres statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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