Zoo Dresden wegen Inzucht angezeigt

Die Kleinen wurden nur einen knappen Monat alt. Foto: Steffen Füssel
Die Kleinen wurden nur einen knappen Monat alt. Foto: Steffen Füssel

Tierschützer haben den Zoo Dresden angezeigt. Wegen der eingeschläferten Schneeleoparden-Babys erhebt die Organisation „Endzoo Deutschland“ schwere Inzucht-Vorwürfe.

Die drei Jungtiere von Askin und Istari hatten eine qualvolle Augenkrankheit (DAWO! berichtete), die laut Endzoo vermeidbar gewesen wäre. Die Eltern-Stammbäume wiesen die unheilbare Krankheit bei den Vorfahren auf. „Anhand der Anzeige soll das Dresdner Veterinäramt jetzt prüfen, ob mit dieser Zucht ein fahrlässiger oder sogar vorsätzlicher Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt“, fordern die Tierschützer.

Seine Anzeigenerstattung begründet Vereinschef Frank Albrecht in der Dresdner Morgenpost: „Jeder Züchter weiß, dass viele Inzest- und Inzuchtverpaarungen ein enormes Risiko für zukünftige Generationen darstellen.“

Der zuständige Leiter Wolgang Ludwig weist die Anschuldigung zurück. Die Eltern habe der Zoo mit der Maßgabe einer Zucht über das Internationale Zuchtbuch erhalten. „Die Auswahl trifft eine Artenkommission.“ (dawo)

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