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Droht Sachsen ein Verkehrsinfarkt?

Sie diskutierten über die Verkehrspolitik in Sachsen: Kroatiens Generalkonsul Peter Neumann, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, FDP-Generalsekretär Thorsten Herbst und Tschechiens Honorarkonsul Jirí Kudela. (Foto: Oliver Carstens)

Dresden. Sachsen habe nach der Wiedervereinigung vieles richtig, aber auch einiges falsch gemacht in Sachen Verkehrsinfrastuktur. So lautet das Fazit von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, der unter der Woche zu Gast bei einer Podiumsdiskussion der Wilhelm-Külz-Stiftung war. Dort diskutierte er mit dem Generalkonsul Kroatiens, Peter Neumann, mit Jirí Kudela, Generalkonsul der Tschechischen Republik in Dresden und dem FDP-Generalsekretär und Spitzenkandidatender Freien Demokraten zur Bundestagswahl Thorsten Herbst.

Ein Fehler sei es gewesen, in der Mitte der Region Dresden–Leipzig–Berlin keinen gemeinsamen Flughafen zu bauen. „Wir haben jetzt das Problem, dass wir zu viele große Flughäfen haben, die strategisch gar nicht für sich wirtschaftlich betrieben werden können“, so Hilbert. Diesen Fehler jedoch werde man innaher und ferner Zukunft wohl kaum beheben können. Eine der größten Herausforderungen sei es, die Verbindungen nach Berlin und Prag zu stärken und auszubauen.

Anschluss an den Westen nur über Sachsen

Das sei auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Tschechien gerade ein Muss. „Der Anschluss nach Sachsen und damit an den Westen ist für uns immens wichtig“, betonte Kudela. Sein Pendant auf kroatischer Seite forderte von der sächsischen Politik und Wirtschaft mehr Engagement in Kroatien. „Es gibt genügend Bedarf und sogar Fördergelder, um in die Struktur und den wirtschaftlichen Austausch zu investieren zu könne. Von Sachsen kriegen wir in Kroatien aber leider viel zu wenig mit, da machen sich eher die Bayern breit.“

Für Generalsekretär Herbst spreche das Verkehrsaufkommen auf A4 und A17 eigentlich schon wieder dafür, die Strecke auszubauen. Das aber halte er eher für unrealistisch. Zudem solle man sich, so die Meinung des tschechischen Generalkonsuls, im Verkehr mehr auf die Schiene konzentrieren. „Die Wasserstraßen sind zu anfällig und auf den Autobahnen droht immer wieder Stau.“Es ist also dringend notwendig, vor allem Güter- und Personenverkehr auf den Schienen zu fördern

Region muss sich als Ganzes begreifen

Dresdens OB will darauf dringen, den Nahverkehr in den böhmischen Raum auszubauen. Auch Neumann sieht darin eine Zukunftsaufgabe: „Wir müssen die Infrastruktur ausbauen, um Unternehmen in die Region zu locken. Nur so können wir Abwanderung verhindern“, sagte er. Schon damals seien aus dem damaligen Jugoslawien die meisten Menschen in den Westen geflüchtet. „Sie wären ja auch wahnsinnig gewesen, aus Titos Regime in die DDR zu kommen“, sorgte Neumann für Lacher am Rande. Den Ausbau der Infrastruktur, um wirtschaftlich voranzukommen, will auch Thorsten Herbst. Dabei solle man die Region als Ganzes betrachten. „Wir müssen wieder stärker zusammenwachsen und gemeinsam arbeiten.“ Die Region müsse auch bei den jungen Menschen wieder an Wert gewinnen.

Einig waren sich die Diskutanten darüber, dass in den vergangenen Jahren schon einiges Positives bewegt worden sei. So habe sich unter anderem durch die Liberalisierung des Fernbus-Marktes ein echter Vorteil für die Reisenden entwickelt.
Außer günstigen Zugverbindungen beispielsweise nach Prag fahren auch die Fernbusse unterschiedlicher Anbieter an der Bayrischen Straße mehrmals täglich in die tschechische Hauptstadt. Deren Generalkonsul wünscht sich noch einen weiteren Schritt: die Anbindung der Schnellbahn an den Prager Flughafen. Für Hilbert darf es auch erst mal Berlin sein.

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Ein Kommentar zu Droht Sachsen ein Verkehrsinfarkt?

  1. Peter Schreier // 2. Oktober 2017 um 18:07 // Antwort

    Wir brauchen hier keinen Islam!Wir wollen hier keine Zustände wie im Ruhrgebiet oder in Berlin-Kreuzberg!Dort haben Islamische Großbanden das sagen!Die können und wollen sich nicht integrieren,die plündern nur unsere Sozialkassen!Für die eigene Bevölkerung ist kein Geld da,aber für diese kriminellen Wirtschaftsflüchtlinge werden Milliarden zum Fenster rausgeschmissen!Die sollen zurück ihr Land aufbauen und nicht sich hier einen bunten Tag machen mit unserem Geld!Die brauchen kein Geld die verdienen genug mit Rauschgifthandel!Siehe Prager Str.!Ihr habt das Wahlergebnis immer noch nicht begriffen!Wollt einfach so weiter machen!Nochmal wir wollen und brauchen kein Mittelalter!(ISLAM)

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