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Bauern klagen über hohe Prämien

Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. Foto: Thomas Warnack/Archiv

Dresden. Das Jahr 2017 war für viele Landwirte bislang kein gutes Jahr. Hagel, Dauerregen, Frost. Die Zeiten des Leidens waren deutlich größer als der Gewinn, den die Bauern auf ihren Feldern einfahren konnten. Weil die Versicherungen gegen Ernteausfälle dieser Art vielen Landwirten zu teuer ist, fordern diese jetzt finanzielle Hilfe von der Politik.

Im Regelfall versichern die Bauern das Obst nur gegen Ausfälle bei Hagel. Bei der sogenannten Mehrgefahrenabsicherung, die auch bei anderen Risiken Ausfälle bezahlen würde, sind die Prämien jedoch exorbitant hoch. Im europäischen Ausland können Obstbauern dabei oft auf staatliche Unterstützung zurückgreifen.
In Deutschland jedoch läuft das anders. Hier habe man sich gegen eine staatliche Unterstützung von Versicherungsprämien für alle landwirtschaftlichen Betriebe ausgesprochen. Heißt im Klartext, das Land zahle zwar bei Schäden eine Entschädigung, die Prävention jedoch liegt in der Hand der Bauern.

Udo Jentzsch, Geschäftsführer vom Landesverband sächsisches Obst, sieht darin eine klare Wettbewerbsverzerrung, wie er dem MDR sagte. Auf der nächsten Konferenz der Agrarminister soll über diese Problematik erneut beraten werden.

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