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Viele Dresdner sind Kenner der Geschichte ihrer Stadt

Mit Journalistin Bettina Klemm (li.) und SZ-Lokalchefin Claudia Schade plauderte Thomas Kübler. Foto: Una Giesecke Mit Journalistin Bettina Klemm (li.) und SZ-Lokalchefin Claudia Schade plauderte Thomas Kübler. Foto: Una Giesecke

Dresden. Es war ein vergnüglicher, lehrreicher Abend, den Stadtarchivdirektor Thomas Kübler am 13. Dezember im Drewag-Treff im Dresdner World Trade Center gestaltete. Anlässlich einer Buchvorstellung zur Stadtgeschichte spielte er mit dem Publikum eine Art Quiz.

Was er auch abfragte – Dresdner Erfindungen oder die fünf von seinen Einwohnern meistgenannten Wahrzeichen der Stadt –, stets antworteten die Gäste kenntnisreich. Selbst zum Holzspan, dem die Kreuzkirche ihren Namen verdankt, wussten sie und erzählten wie aus der Pistole geschossen von der damaligen Konkurrenz des bepilgerten Queckbrunnens, weshalb ein neues Wallfahrtsziel für Reliquiengläubige gebraucht worden sei, um von den Zolleinnahmen die Erhaltung der Steinbrücke zu finanzieren.

Wem Dresden den Namen Elbflorenz verdanke, fragte Kübler weiter. „Irgendso ein Dichter?“, riet eine Dame. „Herder würde sich im Grabe rumdrehen, so bezeichnet zu werden“, konterte Kübler augenzwinkernd und erntete einen der vielen Lacher dieses Abends.

Das Buch selbst, hervorgegangen aus einer Serie der Sächsischen Zeitung (SZ), bezeichnete der Archivleiter als „ausgewogen, gut herausgearbeitet und gut dargestellt“, was angesichts des Anspruchs der Herausgeberin und SZ-Lokalchefin, die stadtbildprägende Entwicklung über Tausende Jahre plastisch und in würziger Kürze zu schildern, ein fettes Lob aus berufenem Munde ist. Auch der heutzutage seltene Mut zur objektiven Beschreibung der Ostmoderne und zu einem Glaskugelblick in die Zukunft seien ihm positiv aufgefallen.

Mitautorin Bettina Klemm saß ebenfalls im Podium und betonte parallelen zwischen Gestern und Heute wie beispielsweise die enge Verzahnung von Forschung und Praxis. Seinerzeit war es der TU-Professor Andreas Schubert, der die erste deutsche Dampflok und das erste Dampfschiff konstruiert hat.

Die SZ-Archivdirektorin Ute Essegern sorgte für einen gründlichen Faktencheck, wie er im Tagesgeschäft der Zeitung nicht zu schaffen ist, und schrieb ebenfalls einige Beiträge. So auch Lars Kühl, der wie die meisten Buchautoren mit szenischen Einstiegen ein lebendiges Bild der sächsischen Metropole zeichnet.

Dresden – Die Entwicklung von der Steinzeit bis heute, Hardcover, 80 S., Saxophon Verlag, 19,90 Euro, ISBN 978-3-943444-71-1, bestellbar unter: Tel. 0351 48641827 oder http://www.editionSZ.de

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