So wurde Dresden zur Stadt des Verbrechens

Symbolfoto: Archiv

Dresden. Das kam überraschend. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, steht Dresden im Ranking der „unsichersten Städte Deutschlands“ im Jahr 2017 an vierter Stelle. Noch unsicherer ist es dem Bericht zufolge nur in Frankfurt am Main, Hannover und Berlin. Ausgangslage des Berichts, der sich auf amtliche Zahlen stützt, sind Straftaten pro 100 000 Einwohner.

Schaut man genauer hin, wird deutlich. Die Zahlen lügen ein wenig. Denn die Kriminalstatistik 2017 beinhaltet das Verfahren gegen die Dresdner Infinus Gruppe, einen Finanzdienstleister. Mit 23 625 Fällen schlägt sich das in der Statistik nieder. Ohne dieses Verfahren sind in Dresden 54 784 Straftaten begangen worden. Das ist sogar ein Rückgang von 6,6 Prozent im Vergleich mit 2016.

Für die „Welt am Sonntag“ jedoch kein Grund, von ihrer Berichterstattung zu lassen. Sie spricht von einer sogenannten Häufigkeitszahl von 14 330. Damit läge Dresden sogar von Leipzig (13 900). Ohne die Verfahren gegen Infinus geht die Zahl aber deutlich runter, um 75 Prozent und einer Häufigkeitszahl von 10 012 Straftaten pro 100 000 Einwohner. Und so muss Dresden seinen Spitzenplatz, eben noch bei der „Welt am Sonntag“ erlangt, auch schon wieder abgeben.

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