Ein Ehepaar stellt aus in der Kunstausstellung Kühl

Blick in die aktuelle Sonderschau der Kunstausstellung Kühl Foto: Una Giesecke
Blick in die aktuelle Sonderschau der Kunstausstellung Kühl Foto: Una Giesecke


Dresden. In ihrem versteckten Refugium im Preußischen Viertel hat Sophia-Therese Schmidt-Kühl zurzeit ein Ehepaar eingeladen: die Schwester des Radebeuler Starwinzers Karl Friedrich Aust und deren Mann. Die beiden arbeiten nicht nur erwartungsgemäß hochprofessionell, die Ergebnisse tun außerdem den Augen gut, sonst hätte die Galeristin sie nicht auserkoren. Das ist sie sich, ihren Stammgästen und dem renommierten Hause schuldig. 

Zur Vernissage am 29. November versuchte Kunstwissenschaftler Dr. Holger Birkholz den Zauber der modernen Schau in den Räumen der ehrwürdigen Privatgalerie theoretisch zu begründen: In den Werken von Friederike Curling-Aust wie auch von Brian Curling seien zwei heute prekäre Kategorien, ohne die Kunst aber nun mal nicht auskomme, von grundsätzlicher Bedeutung: Schönheit und Gefühl. 

Das merkt man, dazu braucht kein Gast ein Kunststudium. Hier kommen Momente tiefen Erlebens zum lyrischen Ausdruck. Fantasievoll, leicht, beschwingt, innig greifen Friederike Curling-Austs farbige Holzschnitte und Drucke nach dem Höheren in uns. Die bescheidene Künstlerin, die dieser Tage auch unerkannt in einer Elbhang-Weihnachtsbude hockt und allerliebste Engel feilbietet, spielt mit zu Herzen gehender Symbolik, ohne je ins naiv Volkskünstlerische abzudriften. In aller Beiläufigkeit sind selbst ihre Alltagsszenen durchkomponiert und formvollendet.

Brian Curling seinerseits sucht nach dem Erhabenen in abstrakteren Formen, in Schichtungen bedruckter Japanpapiere und Zeichnungen. Auch schön im Sinne von ästhetisch.

Zeitschichten bis 16.3.19, parallel läuft eine Hommage an Werner Wittig (1930 – 2013), am 19.1.19 Galerie-Rundgang

Nordstraße 5 . 01099 Dresden, Tel.: 0351 8045588, Mi. – Fr., 11 – 19 Uhr, Sa., 11 – 16 Uhr, www.kunstausstellung-kuehl.de

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